Das Jahr neigt sich dem Ende zu – und gerade reden alle über Ziele und Trends für die nächste Saison. Über die Bedeutung von Zielen haben wir schon oft gesprochen, deswegen möchten wir jetzt einen genaueren Blick auf das Trend-Thema werfen. Und ganz ehrlich: Dabei sind Acryl-Scheiben und Samt völlig egal!

Entscheidungsrelevant sind nämlich weniger die ästhetischen Trends sondern vielmehr die Trends gesellschaftlicher Natur. Was heißt das? Du musst für 2020 unbedingt die gesellschaftlichen Trends vor Augen haben und in Deine Jahresplanung und Marketingmaßnahmen einfließen lassen. Denn wenn Du Deine Zielgruppe in diesen Details verstehst, weißt Du, was sie tatsächlich in ihrer Entscheidungsfindung beeinflusst und hast Du definitiv einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Anbietern.

5 gesellschaftliche Trends für die Hochzeitsbranche

Wir sehen aktuell fünf große Themen, die sich zu großen gesellschaftlichen Trends entwickeln können und die bei Deiner Zielgruppe – also den Bräuten zwischen 25 und 35 Jahren – bereits eine große Rolle spielen und spielen werden.

Alle fürs Klima: Nachhaltig leben und heiraten

Das Thema „Green Wedding“ kommt mitten in der Gesellschaft an. In Zeiten, wo „Fridays for Future“ die breite Masse zum Thema Klimaschutz aufrütteln, engagieren sich immer Menschen für eine bessere Zukunft. Dabei das eigene Leben nachhaltig zu gestalten, bewusster zu konsumieren und umweltverträgliche Lösungen zu finden, steht im Mittelpunkt des eigenen Handelns, um hier nur einige Punkte zu nennen.

In Sachen Hochzeit geht es also weit darüber hinaus, eine vegane Buffet-Alternative anzubieten! Fragen, die sich ein Brautpaar dazu beispielsweise stellt:

Muss es wirklich eine Destination Wedding sein, zu der alle Gäste mit dem Flieger anreisen?

Wie kann ich unnötige Fahrzeiten und viele Fahrzeuge vermeiden?

Wie lassen sich Essensreste und Müll vermeiden?

Wie und woraus sind wichtige Produkte hergestellt?

Wo wurden die verwendeten Produkte produziert?

Welche typischen Hochzeitsaktionen sind umweltschädlich?

Werden die Angestellten fair entlohnt?

Was ist der Beitrag des Dienstleisters zum Klimaschutz?

Oder ganz einfach: Mit welchen kleinen Ideen kann ich schon Nachhaltigkeit zeigen?

Wer diese Bedürfnisse aufgreift und Nachhaltigkeit zum Bestandteil seines Angebotes macht, dies auf der Seite mit entsprechendem Text auffindbar macht und konkrete Lösungen anbietet, wird nicht nur besser gefunden, sondern sticht aus der Menge hervor.

Aber Vorsicht: Bleibe dabei immer authentisch! Nur wer wirklich nachhaltig lebt und arbeitet, hat Erfolgt. Aufgesetztes, unauthentisches Engagement wird immer bemerkt und damit wird man schnell scheitern.

Im Überangebot konkrete Lösungen finden

Unser Leben wird immer schneller, es gibt immer mehr Auswahl – und keine Zeit, um sich wirklich alles anzuschauen und zu vergleichen. Das gilt auch für Brautpaare: Stets mit Blick auf ihre begrenzten Kapazitäten wünschen sie sich zwar ein großes Angebot, gleichzeitig aber auch eine konkrete Lösung! Mit einem Blick und Klick wollen sie genau das finden, was sie suchen.

Für Deine Webseite heißt das beispielweise, dass bereits auf der Startseite Dein Angebot klar zu erfassen sein muss. Brautpaare wünschen sich verständlich benannte Angebotspakete, die sie unkompliziert buchen können. Und Produkte, die sie schnell mit einem Klick in ihren Warenkorb legen können. Lässt sich ein Produkt individualisieren, solltest Du auf diese Option natürlich hinweisen, in der Darstellung es aber so einfach wie möglich machen.

Tipp: Je konkreter Du also in Deiner eigenen Leistungsbeschreibung bist, desto besser! Schaffe für nächstes Jahr Klarheit über Dein Angebot.

Daneben bedeutet dieser Trend, dass Du in Deiner Außendarstellung ebenfalls klar kommunizieren musst. Lasse nicht zu viele verschiedene Themen über Deine Webseite und Deine Social Media-Kanäle laufen. Achte darauf, dass Du nahe an Deinem Business-Thema und Deinem Angebot bleibst.

Keine Zeit für Kommunikation

Unsere Kommunikation wird immer schneller und – ja – dadurch auch zeitweise oberflächlicher. Bei Brautpaaren gilt dies vor allem am Anfang der Hochzeitsplanung bei der Beschaffung von Informationen und Recherche. Alles muss schnell und einfach zu finden sein. Wird es umständlich, springen die Paare ab. Und das hat nichts mit einer geringen Wertschätzung zu tun, sondern schlichtweg mit Gewohnheit – so wird heutzutage miteinander kommuniziert.

Sprich: Niemand hat wirklich noch genug Zeit, während der Hochzeitsorganisation komplizierte Kontaktformulare auszufüllen. Von Instagram ins Mailprogramm zu wechseln, um eine Anfrage zu stellen. Oder ewig auf eine Antwort zu warten.

Vielmehr liegt es an Dir als Hochzeitsdienstleister, dem Brautpaar eine unkomplizierte und schnelle Kommunikation mit Dir zu ermöglichen. Um es einmal ganz drastisch zu formulieren: Es ist nicht das Problem Deiner Brautpaare, wie Du Deine Kommunikationskanäle organisierst! Es ist Deine Aufgabe, entsprechende Prozesse aufzusetzen, damit Du die Anfrageart und -geschwindigkeit organisieren kannst.

Es werden auch die vermeidlich unpersönlichen Anfragen zunehmen. Was sich anfühlt wie eine Massenanfrage, ist aber nur der Ausdruck eines Brautpaares von wenig Zeit und der immer schnelleren Kommunikation in der Gesellschaft. Oft verbergen sich hinter solchen Anfragen gerade die größten Budgets!

Ein Fehler wäre, diese Entwicklung zu verurteilen und sich dagegen zu stemmen. Sei empathisch und nutze diesen Trend klug! Denn niemand findet es toll, dass alles schneller geht – aber alle gehen einfach mit der Zeit. Wenn Du als Dienstleister die Paare in dieser Kommunikationsschnelligkeit erst (auf)fängst und sie dann sehen, dass Du Dir in der Zusammenarbeit wirklich Zeit nimmst, dann werden sie es umso mehr zu schätzen wissen und sich bei Dir gut aufgehoben fühlen.

Extreme nehmen zu

So wie im politischen Spektrum die linken und rechten Ränder zunehmen, lässt sich dies auch auf die Hochzeitsbranche übertragen: Extreme nehmen zu, in der Mitte dünnt es sich aus. Niemand will mehr das, was der Mainstream als vermeintliche „Must haves“ und Hochzeitstrends versteht.

So steht der Hang, die eigene Hochzeit minimalistisch zu gestalten, dem Trend zum absoluten Luxus und Opulenz entgegen. Wobei minimalistisch zu heiraten nicht bedeutet, über ein kleineres Budget zu verfügen! Und auch nicht, dass alles clean, weiß und geometrisch sein muss. Minimalistisch bedeutet eine Reduzierung auf das, was wirklich zählt und im Kern wichtig ist – und das ist für jedes Paar eine persönliche und gänzlich individuelle Sache.

Wichtig ist hierbei, dass Du Dich nicht verbiegst und auf den Hochzeitstrend Luxus/Opulenz aufspringst, nur weil Du hier das große Geschäft witterst. Die Paare merken schnell, wenn Dir dieser Stil gar nicht liegt und Deinem eigenen Lifestyle entspricht.

Ein neues Selbstbewusstsein

Gleichzeitig entsteht ein neues Selbstbewusstsein in der Gesellschaft – 2020 werden das eigene Selbstverständnis, die kulturelle Diversität und die gewählte Lebensweise ganz bewusst gefeiert!

Um hier nur einige Beispiele zu nennen:

Selbstbewusstsein: Heute steht eine Plus Size-Braut zu ihren Rundungen und will genauso sexy und feminin sein wie jede andere Braut. Brautmoden-Designer oder Bridal Boutiquen haben hier Chancen, sich mit dem richtigen Angebot und der richtigen Message entsprechend zu positionieren. Kurze Haare und Brillen sind heute genauso in der Jetzt-Zeit angekommen wie Piercings und Tattoes bei Bräuten, die allesamt stolz und selbstbewusst am Hochzeitstag getragen werden.

Kulturelle Diversität: Ist es besonders bei multikulturellen Hochzeiten essentiell, sich mit der Kultur und dem Selbstverständnis von Braut oder Bräutigam aus einem anderen Land auseinander zu setzen, gilt dies heute grundsätzlich bei allen Menschen, die aus einem anderen Kulturkreis stammen oder eine eigene Migrationsgeschichte haben. Hielt man sich früher als Brautpaar eher zurück und versuchte die Hochzeit so „deutsch“ oder „westlich“ wie möglich zu gestalten, heißt es heute nun ganz selbstbewusst: „I am what I am!“. Und dies kann ganz individuell divers sein. Als Hochzeitsdienstleister sollte man hier Offenheit, Empathie, Wissen über aktuelles Geschehen und einen natürlichen Umgang – nach dem Motto „Wir sind alle anders“ – mitbringen.

Lebensweise: Paaren, die gesellschaftsnormative und vermeidlich „normale“ Lebensweisen durchbrechen, sollten Hochzeitsdienstleister ebenfalls immer mit einem hohen Maß an Respekt und Offenheit begegnen. LGBTQ-Hochzeiten werden von Brautpaaren und Hochzeitsdienstleistern nicht mehr still und leise gefeiert, sondern sind heute ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft – und diese Hochzeiten sollte man erst recht im eigenen Portfolio zeigen.

Das neue Selbstbewusstsein trifft gleichzeitig aber auch auf Gegenwind. Das Selbstverständnis von Brautpaaren kollidiert oftmals noch mit traditionellen Glaubenssätzen und Schubladendenken – hier muss man als Hochzeitsdienstleister emphatisch sein und die Brautpaare in ihrem Frust mit Mitgefühl begleiten.  

Was heißt das nun für Dich?

Verurteile diese gesellschaftlichen Entwicklungen nicht, sondern nimm sie ernst! Deine Kunden und Brautpaare werden nämlich maßgeblich von ihnen beeinflusst.

Überlege immer für Dich: Wo kann ich mitgehen? Was bewegt mich auch? Bleibe stets authentisch und übernehme nur das, was Dir entspricht, und binde es dann in Deine Business-Strategie ein.

Und dann gilt: Drücke Deine Business-Philosophie und Dein Angebot in Text und Bild entsprechend auf Deiner Webseite aus. Denke dabei immer an Dein SEO! Denn Du wirst nur dann von Brautpaar bei ihrer Suche gefunden, wenn Du die zu den wichtigen gesellschaftlichen Trends passenden Schlagworte auch auf Deiner Webseite und Deinen Marketing-Kanälen integrierst. Benenne dabei nicht nur Deine Bilddateien mit den richtigen Schlagworten, sondern lasse durch die Bilder auch Deine Authentizität sprechen – zeigen, dass Du hältst, was Du versprichst!

 

Und zum Schluss haben wir doch noch einen Tipp in Sachen ästhetischer Trends für Dich: Schau einfach, was in den vergangenen 1-2 Jahren im Bereich Interior, Food und Design stark im Trend lag. Was wurde via Social Media gehypt? Was sieht man in allen Geschäften? Diese Trends halten immer ein wenig zeitversetzt in der Hochzeitswelt Einzug. Denkt nur mal an den Geometrie-Trend – und die aktuell sehr beliebten geometrischen Traubögen!

Buche jetzt Dein Business Coaching in 2020.

Du willst mit Deinem Business im nächsten Jahr weiter wachsen? Du merkst, dass Du Dich verändert wilslt und musst? Du brauchst konkrete Hilfe, um Klarheit rund um Dein Business und Dein Marketing zu gewinnen? Oder Du wünschst Dir Begleitung beim Thema Webseite? Dann sprich uns gerne an per E-Mail an team@hochzeitsgesellschaft.org und wir helfen Dir weiter.