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Von der Kunst schön zu scheitern

Bist Du schon mal gescheitert? Mit Sicherheit. Wer nicht? Scheitern gehört doch zum Leben. Wir tun es nur so ungern und noch weniger geben wir es gern zu, denn scheitern tut weh.

Ob im Privaten oder im Berufsleben, wir holen uns kleine und große Beulen, blaue Flecken, ja und manchmal auch tiefe Narben vom Scheitern. Wenn eine Beziehung scheitert, eine Geschäftsidee einfach nicht fliegen will. Oder man einfach wieder viel zu spät mit den Weihnachtskarten dran war. Jeder definiert den „Fehlschlag“ anders, aber jeder kennt ihn. Vielleicht knabberst Du gerade auch an einem „Fehlschlag“ aus dem letzten Jahr und willst es 2018 besser machen, aber haderst noch mit Dir und kuckst besorgt auf Deine blauen Flecken und Beulen? Das kennen wir alle.

Das Problem mit dem Scheitern ist nämlich nicht das Scheitern an sich und auch nicht die Schrammen, die wir davon tragen. Es ist unser Umgang mit dem Scheitern, der uns das Leben schwer macht. Wir kritisieren uns selbst, zweifeln an unserem Können und mit jeder Beule werden wir vorsichtiger. Schneller als wir es merken, verkrampfen wir innerlich bei der nächsten Herausforderung, aus Angst wieder zu scheitern. Oder noch schlimmer: vor anderen zu scheitern.

Ja, wir scheitern auch so ungern, weil es uns peinlich ist vor anderen zu scheitern. Schwäche zu zeigen. Vermeintlich dumm, unprofessionell oder blauäugig da zu stehen – und so verbergen wir gern unsere blauen Flecken und Schrammen vor den anderen. Würden wir stattdessen offen dazu stehen, würden wir uns wundern, wie vielen anderen es ähnlich geht. Wie oft auch andere scheitern.

Denn Scheitern ist menschlich und sogar wichtig.

Wir lernen und wachsen nämlich besonders stark an unseren Fehlern und Fehlschlägen. Doch anstatt uns auf die Größe zu konzentrieren, die wir durch das Scheitern gewachsen sind, schauen wir auf den Schmerz und unsere blauen Flecken. Den Verlust von Zeit, Geld und vielleicht sogar Kunden. Wir sehen nur, was wir falsch gemacht haben und selten, was wir aus dem Fehler, dem Scheitern, lernen können.

Dabei wäre das der viel bessere Umgang mit dem Scheitern. Ihn zu „feiern“, frei nach dem Motto: wenn schon scheitern, dann bitte auch schön.

Lerne und Wachse am Scheitern

Selbst im Scheitern steckt etwas Gutes. Auch wenn wir unser Ziel nicht erreichen oder knapp verfehlen, der Weg dahin ist nie umsonst. Auf dem Weg zum Ziel erleben wir etwas, lernen Menschen kennen, eignen uns Wissen an, sammeln Erfahrung und manchmal wird aus dem Scheitern sogar ein neues Ziel geboren. Vielleicht sogar ein besseres, als das vorherige. Aus diesem Grund ist, selbst wenn wir scheitern, der Weg den wir gehen wertvoll.

Er ist wie eine Spur die wir lesen können. Wo bin ich falsch abgebogen? Was hat dazu geführt? War ich abgelenkt oder habe ich auf etwas vertraut, dass sich als falsch herausgestellt hat? Habe ich vielleicht nicht auf mein Bauchgefühl geachtet? Oder ganz praktisch: Wann hätte ich mich um meine Weihnachtskarten kümmern sollen?
Wie ein Spurenleser können wir den Weg zum Scheitern ergründen und daraus unsere Lernerfahrungen ziehen. Aus den Erfahrungen können wir wiederum Warnsignale und auch Lösungen für unsere nächsten Ziele aufstellen. Sprich: Die Weihnachtskarten bereits im Oktober bestellen!

Statt also nur darauf zu achten, dass Du gescheitert bist, solltest Du Dich unbedingt fragen: Was habe ich gelernt? Was nehme ich mit?

Aber bitte keine pauschalisierten kritischen Antworten wie: Jetzt weiß ich eben, dass ich doof bin oder dieses oder jenes nicht kann oder ein Problemmagnet bin. Das bringt Dich alles nicht weiter. Sei bei Deiner Spurenlese frei von Kritik, bleib neugierig und versuche einfach nur herauszufinden, wo Du besser aufpassen, Dir Hilfe holen oder vielleicht sogar das Projekt hättest stoppen müssen. Oft geschehen die großen Fehler nämlich auch dann, wenn wir innerlich schon abgeschlossen haben und uns trotzdem zwingen etwas zu Ende zu bringen. Finde heraus, was es bei Dir war und lerne daraus.

Nach dem Scheitern erst mal vom Gedankenkarussel absteigen

Keine Frage, im ersten Moment des Scheiterns fällt es keinem von uns leicht, Enttäuschung und Wut beiseite zu schieben und sofort die Lernerfahrung zu sehen. Aber auch hier gibt es Wege und Lösungen, um aus dem negativen Gedankenkarussel zu steigen. Unsere wichtigsten Tipps dazu lauten:

  • Von ganz oben betrachtet, ist es nur halb so schlimm!
  • Es hätte auch schlimmer kommen können!
  • Du kannst immer neu starten!

Ist die Wut ganz groß und das Gedankenkarussel dreht sich wie verrückt, dann ist im ersten Schritt hilfreich eine Vogelperspektive einzunehmen. Also, die Situation wie ein Vogel von oben zu betrachten. Erst über Deinem Kopf, dann über dem Dach, dann über Deinem Wohnort und immer höher zu fliegen. Durch die steigende Entfernung wird alles kleiner und wir merken, wie klein und unbedeutend manches ist. Durch diesen kurzen Perspektivwechsel bringst Du Ruhe in Deinen Kopf rein und kannst Dich besser auf die Lösung und Lernerfahrung konzentrieren.

Und dann wirst Du auch ganz schnell erkennen: Es hätte auch viel schlimmer kommen können. Es klingt klischeehaft, aber es ist so wahr! Ist ein Projekt gescheitert, bedeutet es noch nicht, dass Dein Unternehmen gescheitert ist. Waren die fehlenden Weihnachtskarten wirklich so dramatisch? Und wenn wir ehrlich sind, scheitern wir oft gepaart mit einer Menge Glück, welches uns vor viel Schlimmerem bewahrt. Stimmts?!

Und die nächste gute Nachricht ist, keiner hält Dich davon ab, es nochmal zu probieren. Neu zu starten. Mit den Erfahrungen, die Du gemacht hast. Selbst wenn Du erst wieder sparen musst oder Dich zuvor weiterbilden musst, sind allein diese Schritte, Geld zur Seite zu legen oder einen Workshop zu buchen, die ersten Schritte Deines Neustarts. Wenn Du es denn willst!

Und wenn Du es willst, dann sag Dir ganz klar: JETZT erst recht!

Dieser Wille nach dem Scheitern wieder aufzustehen steckt in uns, er ist uns Menschen im wahrsten Sinne in die Wiege gelegt. Bereits als Kinder machen wir Erfahrung mit dem Scheitern, zum Beispiel während wir laufen lernen. Kinder, die laufen lernen, fallen hin, stolpern über ihre eigenen Füße und tun sich auch mal weh. Aber sie stehen wieder auf und versuchen es mit dem Gelernten erneut. Kein Kind gibt das Laufen lernen auf, nur weil es zu Beginn gescheitert und hingefallen ist. Und so sollten wir auch nie aufgeben, nur weil wir mal gescheitert sind oder ein Projekt nicht so realisiert haben, wie geplant.

Deshalb fürchte Dich nicht vor neuen Herausforderungen, begegne ihnen mit Neugier und wenn Du mal stolperst, dann denk daran: Du lernst etwas. Auch beim Scheitern. Immer.

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Wie gehst Du mit dem Scheitern um? Teile Deine Meinung mit uns!

Oder haderst Du aktuell mit einem gescheiterten Projekt und suchst Unterstützung? Wir begleiten Dich gerne mit einer Soul and Bizz Session dabei. Melde Dich gerne bei uns.

 

Foto: rawpixel

Vergiss gute Vorsätze. Mache Neugierde zu Deinem Begleiter in 2018!

Zum Jahresende lassen wir gerne die vergangenen Monate Revue passieren. Was war gut, was nicht so gut und was haben wir so gemacht, geschafft, erlebt? Aus den Erkenntnissen bilden wir Vorsätze für das neue, das frische Jahr, das vor uns liegt. Das Blatt ist weiß und der Wille groß, es besser zu machen. Apropos Wille. Wenn wir uns unsere Vorsätze ansehen, kommt oft der Gedanke „Ich kann das schaffen. Ich muss nur disziplinierter sein.“ Meist steht Disziplin selbst ganz oben auf der Liste der Vorsätze. Eigentlich immer. Jedes Jahr aufs Neue.

Es ist aber auch nicht einfach. Viel zu groß sind die Versuchungen am Handy, dem Fernseher oder einfach da draußen in der Welt. Wir lassen uns ablenken, werden Meister in Prokrastination und ärgern uns später über uns selbst. Disziplin erscheint uns da die einzige Lösung. Blöd nur, dass man Disziplin nicht lernen und nicht erzwingen kann. Disziplin kommt von allein. Wenn man weiß wofür man diszipliniert sein will. Wofür es sich lohnt, der Prokrastination in den Hintern zu treten.

Motivation ist das Zauberwort.

Motivation ist der Motor unseres Alltags und unseres Lebens. Hinter jeder unserer Handlungen steckt die Motivation unsere Bedürfnisse zu befriedigen. Sehr häufig geschieht das unbewusst, aber manchmal auch ganz bewusst. Zum Beispiel, wenn wir Ziele für uns formulieren.

Oh Gott, Ziele. Schon wieder. Muss ich mir immer Ziele setzen? Ist das nicht genauso doof wie Vorsätze haben? Wir tun uns oft schwer damit Ziele zu formulieren. Manchmal weil wir schlicht nicht wissen, was wir tatsächlich wollen und manchmal, weil sie einem als zu schwer erscheinen. Schwer, weil wir dann den Druck verspüren diese Ziele erreichen zu müssen, um uns selbst und auch anderen gegenüber nicht als Versager da zu stehen. Ziele müssen jedoch nicht immer übergroß sein, auch kleine Ziele reichen und es muss auch nichts Materielles sein. Auch ein gutes Lebensgefühl kann ein Ziel sein. Man muss nur herausfinden, was das für einen selbst bedeutet.

Bei der Formulierung von Zielen hier hilft uns der beste Freund der Motivation: Neugierde.

Neugierde? Ja genau, kennst Du die noch?

In unserer digitalen, fast schon automatisierten Welt in der gefühlt alles im Eiltempo verläuft, werden wir überhäuft von Möglichkeiten und Eindrücken. Wir konsumieren dankbar was uns geboten wird, denn das Angebot ist ja auch schön und macht Spaß. Das Ergebnis jedoch ist, dass wir in einen Automatismus verfallen und uns dadurch den Raum nehmen, Dinge auch mal selbst zu entdecken, zu hinterfragen, zu erforschen und zu tun. So aus reiner Neugierde.

Mal im Ernst. Wann warst Du das letzte Mal neugierig. So richtig. Wolltest etwas Neues entdecken, recherchieren, fühlen und erleben? Vielleicht als Du Deine letzte Reise unternommen hast? Eine neue Sprache gelernt hast? Oder einfach ein neues Buch gekauft hast?

Und wann warst Du das letzte Mal neugierig, was Dein Leben, Deine Ziele und Wünsche betrifft?

Hast mal ein Gespräch mit Dir selbst geführt? Dich befragt? Mal in Dich reingehorcht?
Nicht mit der kritischen Stimme, die sagt „was willste denn nun eigentlich? Entscheide Dich mal!“ Sondern mit der neugierigen Stimme, die wir aus Kindheitstagen kennen. Die Stimme, die uns gefragt hat, wo das nächste Abenteuer wartet und was uns heute Spaß bringen kann. Die Stimme, die dafür gesorgt hat, dass wir wach und neugierig durch die Welt gelaufen sind, um Neues zu entdecken und Dinge zu finden, die uns Freude bringen. Sie ist noch da diese Stimme, sie ist nur sehr leise geworden durch all den Ernst und die Ablenkungen im Leben. Aber wir können sie wiederbeleben und dafür müssen wir nicht mal kindisch werden, sondern dürfen gerne weiter erwachsen bleiben. Wir müssen nur anfangen, uns die richtigen Fragen zu stellen und uns in Neugierde üben. Wolle wir es mal versuchen?

Sei neugierig, auf Dich, Dein Leben und Deine Arbeit.

Bleiben wir bei unseren Zielen und Wünschen. Um diese herauszufinden können wir uns viele, sehr viele Fragen stellen. Die Fragen sollten nicht allein um die Arbeit kreisen, sondern auch um Dein Privatleben. Wir arbeiten ja, um zu leben und nicht umgekehrt…:

  • Wen will ich öfter sehen? Wen weniger?
  • Was will ich lernen? Was will ich meistern? Was will ich üben?
  • Was will ich erleben? Was macht mir Spaß?
  • Wovon will ich mehr? Wovon will ich weniger?
  • Was will ich entdecken? Welche Länder will ich bereisen?
  • Wen würde ich gerne mal kennenlernen?
  • Welche Herausforderung will ich meistern? Wo will ich beruflich stehen? Was will ich über meinen Job sagen können?
  • Was will ich verdienen? Was möchte ich mir unbedingt anschaffen?
  • Was mag ich an meinem Büro? Was nicht?
  • Was mag ich an meinem Beruf? Was nicht?
  • Wann bin ich am produktivsten? Welche Arbeit verursacht Langeweile?
  • Was wäre die größte Veränderung, die ich mir in meinem Job wünsche?
  • Was wäre die kleinste Veränderung?
  • Wie sieht es damit im Privatleben aus? Was wäre die größte und was die kleinste Veränderung, die ich mir für mich wünsche?

Die Antworten auf diese Fragen sind Hinweise auf Deine Ziele, die Dinge die Dich motivieren. Höre hin. Schreib es auf.

Vielleicht kommt dabei heraus, dass Du gerne in einem Haus mit Garten leben würdest. Vielleicht aber auch, dass Du gerne um die Welt reisen würdest. Auf jeden Fall wirst Du herausfinden, was Du magst und was nicht. Was Dir Freude bringt und was nicht. Und somit auch, was Dich motiviert um an der Erfüllung Deiner Wünsche zu arbeiten. Aber vor allem wie diese Arbeit aussehen muss, damit Du motiviert bleibst.

Durch die Motivation steigt die Disziplin und wenn es doch mal mit der Disziplin hapert und Du vor der Entscheidung stehst, Schreibtisch oder Prokrastination, dann solltest Du Dich fragen:  Welche Entscheidung führt mich zu meinem gewünschten Ziel?

Damit wir uns nicht falsch verstehen. Diese Methode ist kein Zauberstab, der alle Arbeiten zu Feenstaub werden lässt, auf dem wir beseelt durch das nächste Jahr schweben können. Es wird immer Arbeit geben, die gemacht werden muss, ob wir wollen oder nicht (Hallo Steuererklärung!), aber wir können diese Hürden besser meistern, wenn wir wissen wofür wir es tun. Worauf wir hinarbeiten, welche Wünsche wir uns damit erfüllen, welches Lebensgefühl wir für uns selbst erschaffen wollen.

Deshalb unser Tipp an Dich zum Jahresende:
Sei neugierig, auf Dich, Dein Leben und Deine Arbeit.
Finde heraus was Dich motiviert und dann: go for it!

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Wir unterstützen Euch gerne bei der Formulierung und Erreichung Eurer Ziele. Sprecht uns gerne für die neuen Termine in 2018 an: team (at) hochzeitsgesellschaft.org.

Foto: Ian Schneider

Kalkuliere Dein Marketingbudget richtig

Eine der wichtigsten Tendenzen im deutschsprachigen Hochzeitsmarkt in den vergangenen Jahren: die Menge der Hochzeitsdienstleister nimmt zu! Der lukrative Markt lockt immer mehr neue und kreative Talente an. In den unterschiedlichen Disziplinen wird es mehr oder weniger dicht. Was dies zur Folge hat: Die eigene Sichtbarkeit bei potentiellen Kunden nimmt rapide ab!

War man vor drei Jahren beispielsweise noch einer von fünf bekannten Dienstleistern am lokalen Markt, muss man sich heute mit einer Vielzahl von Konkurrenten messen. Klar, die wichtigste Grundlage ist dabei ein fundiertes Handwerk! Aber was tun, wenn da alle auf einem extrem hohen Niveau arbeiten? Wie unterscheidet man sich dann?

Mit PR und Marketing Kunden gewinnen

Um beim Kunden sichtbar zu werden, ist Eigen-PR über die selbstverwaltenen Kanäle wie Webseite oder Social Media-Kanäle heutzutage Pflicht – reicht aber nicht mehr alleine aus. Dank immer wechselnder Algorithmen und einer zunehmenden Masse an Postings sieht selbst ein Fan Deiner Seite oder Deines Accounts Deine Beiträge nur noch unregelmäßig oder im schlimmsten Fall gar nicht mehr.

Auch PR-Infos, Reportagen, Styled Shoots und Bilder an Redaktionen von Magazinen und Blogs zu senden, reicht nicht aus: Erhalten diese doch eine solche Flut an Anfragen und redaktionellen Angeboten, so dass nicht alle berücksichtigt werden können. Um also sicherzustellen, dass man von potentiellen Kunden gesehen wird, muss man für sich werben und auf seine eigenen Angebote hinweisen.

Und auch wer ein gut funktionierendes Netzwerk aus Kollegen aufweisen kann, die einen kontinuierlich weiterempfehlen – was passiert, wenn da jemand anderes kommt und man auf einmal auch hier mit dem dichteren Wettbewerb zu kämpfen hat? Einen Plan für PR und Marketing zu haben, ist das A und O. Eine ausgewogene Mischung zwischen kostenloser PR und kostenpflichtigem Marketing muss sein.

Jahresbudget für Marketing einplanen

Was dabei aber viele Dienstleister, Designer und Shopanbieter vergessen: Für Marketingmaßnahmen benötigt man ein passendes Budget! Genau wie man für jedes Jahr die eigenen Werbekosten und Investitionen für neues Equipement kalkulieren muss, gehört ein Finanzpolster für Marketing / Werbung einfach dazu. Wer nicht selbst eine Anzeige oder ein Banner gestalten kann, muss zudem noch Kosten für Dritte hinzurechnen.

So erleben wir es oft, dass Hochzeitsdienstleister keine Rückstellungen für ihre Marketingausgaben einplanen, diese „freestyle“ aus den laufenden Geschäftseinnahmen bezahlen oder „gerade mal was über haben“. In einigen Fällen werden auch Mediadaten angefragt, obwohl von vorherein klar ist, dass man die Summen nicht aufbringen kann. Auch Mediadaten nur anzufragen, um die Chance einer redaktionellen Veröffentlichung zu erhöhen und dann gar nichts zu buchen – sorry, aber das läuft weder bei Print-Titeln noch bei Bloggern wirklich gut. Besonders wenn man bereits mehrfach redaktionell bedacht wurde.

Wir empfehlen dafür eine strukturiertere Arbeitsweise: Überlege Dir noch vor Ende der Saison, wo Du im nächsten Jahr auf jeden Fall vertreten sein willst. Onlineportal, Branchenbuch? Magazin oder Blog? Hochzeitsmessen? Facebook-Werbung, Google Ads, SEO? Wo erreichst Du Deine Wunschkunden für die nächste Saison? Bringe dann in Erfahrung, mit welchen Summen Du dafür kalkulieren musst und beziehe diese Beträge in Deine Finanzkalkulation mit ein.

Trick 17: Feiere eine Marketinghochzeit

Da sich viele Kreativen aber nicht wirklich gerne mit Zahlen, Stundensätzen und Kalkulationen beschäftigen – jaja, wir kennen euch doch ;-) – gibt es für den Start in die eigene Marketingbudgetplanung einen einfachen Trick: Plane pro Saison mindestens eine „Marketinghochzeit“ ein. Oder ein „Marketingbrautkleid“. Oder eine „Marketingpapeterie“.

Bleiben wir aber beim Beispiel „Marketinghochzeit“: Die Summe, die Du mit dieser Hochzeit einnimmst, verwendest Du ausschließlich für Dein Marketingbudget. Dein Einkommen, das Du pro Jahr erzielen willst, solltest Du bereits mit den weiteren Hochzeiten erreicht haben. Klar, pro Gewerk wird diese Summe variieren – die Idee der „Marketinghochzeit“ soll Dir aber vor allem ein Gefühl für das benötigte Budget vermitteln. Und wenn Du merkst, dass Du 3-4 Hochzeiten für Dein Marketingbudget benötigst, solltest Du Deine Saison entsprechend planen.

Ein weiterer Gedanke: Vielleicht sind es auch gerade die „Brot-Hochzeiten“, also die Hochzeiten, die vielleicht nicht zu 100% Deinen Wunschkunden entsprechen, die Du als „Marketinghochzeit“ mitnehmen kannst? Sieh es einfach positiv! Denn gerade wenn keine Bilder dabei herauskommen, die Du für Deine PR verwenden möchtest, so ist es doch ein Einkommen, was Dir als Marketingbudget sehr viel weiterhilft.

Zu diesem Thema findest Du in unserem Portfolio für 2018 zwei Angebote:

Pinar bietet als gelernte Kauffrau einen Workshop zum Thema „Finanz-Bootcamp für Kreative“ an, in dem ihr gemeinsam eine solide Finanzbasis für Dein Business erstellt, mögliche Probleme identifiziert und Lösungen für die Finanzplanung findet.

Susanne steht Dir als Kommunikationsberaterin mit langjähriger Agenturerfahrung im Rahmen des Online-Workshops „Marketingpositionierung“ zur Verfügung, um die passenden PR- und Marketingmaßnahmen für Dich und die Saison 2018 zu definieren.

Wir helfen Dir gerne weiter – sprich uns gerne an!

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8 Tipps für ein erfolgreiches Business

Wir werden oft gefragt, ob es Regeln gibt, die unerlässlich für ein gut laufendes Business sind. Es gibt viele Faktoren und Maßnahmen, die für den Erfolg eines Unternehmens wichtig sind, doch viel relevanter ist eine gute Basis, von der aus man sein Business führt. Diese Basis sollte gleich von Beginn an geschaffen werden, damit man später nicht ins Straucheln gerät. Was das betrifft, vergleiche ich die Selbstständigkeit immer gerne mit einem Hausbau.

Es ist eine Lebensentscheidung ein Eigenheim zu bauen, Hausbesitzer zu werden und die Verantwortung für das eigene Dach über dem Kopf zu tragen. Ein Hausbau braucht Kraft und Durchhaltevermögen, kostet viel Geld und die Arbeit am Haus hört eigentlich nie auf. Ähnliches gilt für das eigene Unternehmen. Die Entscheidung bedeutet einen Wandel im Leben, man ist sein eigener Herr, hat freie Hand, aber muss immer dran bleiben und trägt die Verantwortung für den eigenen Lebensunterhalt. In beiden Fällen ist deshalb eine gute Basis das A und O und heute haben wir ein paar Tipps für euch.

1 – Finde heraus, weshalb Du ein eigenes Business starten möchtest

Niemand würde einfach ein Haus aus Lust und Laune heraus bauen, richtig? Es steckt meist ein echter Beweggrund, ein Bedürfnis dahinter, dass man diesen Schritt wagt. Ebenso ist es mit der Selbstständigkeit und daher glauben wir, dass die Basis für ein erfolgreiches Unternehmen immer bei einem selbst beginnt.

Man muss sich bewusst sein, welche Lebensziele man hat, was man will und braucht, um glücklich zu sein – und verstehen, welche Bedürfnisse dahinter stehen. Das hat nichts mit Esoterik zu tun, sondern mit Realitätssinn und dem bewussten Umgang mit dem eigenen Leben. Dein Business muss Dich also Deinen Lebenszielen näher bringen und Deine Bedürfnisse erfüllen, damit Du Spaß daran hast.

Frage Dich also:

  • Weshalb möchtest Du Dich selbstständig machen?
  • Ist es das kreative Arbeiten?
  • Oder die Vereinbarkeit von Beruf und Kind?
  • Oder möchtest Du als Dein eigener Chef Deine Ideen verwirklichen?
  • Was soll sich durch die Selbstständigkeit für Dich ändern?
  • Was versprichst Du Dir durch diesen Schritt?
  • Was wäre die Alternative zur Selbstständigkeit?
  • Was gefällt Dir besser? Die Alternative oder die Selbständigkeit?

Es ist wichtig, dass Du Dir diese Fragen ehrlich zu beantwortest. Denn Du musst Dir klar werden, was Du im Leben erreichen willst, was wichtig für Dich ist und welche Bedürfnisse Dein Unternehmen stillen soll.

Kurzum, die Selbstständigkeit sollte nicht nur Mittel zum Zweck zur Erfüllung Deiner Wünsche sein, sondern sie sollte zu Deinem Lebensplan passen.

2 – Definiere, wie Dein Business aussehen muss, um zu Dir zu passen

Blieben wir beim Beispiel Haus: Wenn Du entschlossen bist ein Haus zu bauen, wirst Du sicher nicht gleich losrennen, um den Zement zu kaufen, richtig? Erst einmal ist es wichtig, zu wissen, wie das eigene Haus aussehen soll. Du weißt sicher schon, in welche Stilrichtung es gehen soll, aber umschauen hilft. Also, raus auf die Straße, anschauen und vergleichen – und das gilt auch für Deine Geschäftsidee!

Und auch hier solltest Du Dir wieder wichtige Fragen für Dein Business stellen:

  • Welche Geschäftsmodelle gefallen Dir?
  • Was gefällt Dir genau an diesen Businesses?
  • Wo hüpft Dein Herz besonders?
  • Was lernst Du daraus für Deine eigene Gründung?
  • Wie soll Dein Business aussehen?
  • Was braucht das Business, damit Du dort gut arbeiten kannst?
  • Soll Dein Business Platz für Wachstum, Mitarbeiter und/oder neue Geschäftsfelder  bieten?
  • Was für ein „Grundriss“ ergibt sich daraus? Gefällt er Dir oder fehlt etwas?

Du merkst schon, worauf wir hinaus wollen, oder? Nicht allein die Fassade ist wichtig. Dein Business muss zu Dir passen, nicht Du zu Deinem Business. Nur so wirst Du Dich in Deinem Business langfristig wohl fühlen.

Andere Businessmodelle  anzuschauen ist wichtig, um den Markt und Deine Mitbewerber kennenzulernen. Geht es jedoch um den Kern Deines Unternehmens, Deiner Marke, ist zuerst wichtig herasuzufinden, wie Du arbeiten willst, wer Deine Wunschkunden sein sollen und wie Dein Unternehmen aufgebaut sein muss, um dies zu erreichen.

Daher ist es wichtig, dass Du den Grundriss Deines Business selbst zeichnest und nicht 1:1 das „Haus“ eines anderen kopierst. Sonst kannst Du nie sicher sein, dass es zu Dir und Deinen Werten passt.

3 – Gründe Dein Unternehmen solide, mit Rat und Tat von Fachleuten

Würdest Du ein Haus ganz alleine und ohne fachliche Hilfe bauen, wenn Du noch nie zuvor im Leben eine Baustelle betreten hast? Wohl kaum. Und selbst wenn Du handwerklich begabt bist und schon mal beim Hausbau mitangepackt hast, ist es doch etwas anderes, alles von der Pike auf zu erbauen. Pläne zu zeichnen, das Fundament zu gießen, Stein auf Stein zu setzen, Kabel zu verlegen und und und. Jeder der schon mal ein Haus gebaut oder umgebaut hat, wird Dir sagen: Hol Dir Profis ins Boot, ohne geht es nicht!

So ist es auch mit dem Gründen und Aufbauen eines Unternehmens. Du wirst ein Gewerbe anmelden, Steuern zahlen, vielleicht sogar Mitarbeiter einstellen und vor allem Verantwortung für Deinen Lebensunterhalt tragen. Dafür braucht es einen guten Plan und ein stabiles Gebilde, aber vor allem ein solides Fundament.

Auch der schönste Plan hilft Dir nämlich nicht ohne ein Fundament, auf dem Du es verwirklichen kannst. Und auch das stärkste Gerüst wird ohne solides Fundament irgendwann Risse bekommen oder gar einstürzen. Dein Fundament sind Deine Finanzen und die müssen kalkuliert und geprüft werden.

Du musst wissen, was Du einnehmen musst, um von Deinem Business leben zu können. Was für ein Stundensatz oder welche Preispakete daraus resultieren und wie Du diese richtig kalkuliert. Deshalb ist es wichtig, dass Du Dich damit auseinandersetzt, bevor Du Dein Unternehmen aufbaust. Stimmen die Zahlen, dann kannst Du Deinen Plan (Deine Visionen und Ideen) umsetzen und zu einem stabilen Gebilde aus Markenkern und Außendarstellung aufbauen.

Und bei all diesen Schritten solltest Du Dir professionelle Unterstützung holen. Fachleute, die ihr Handwerk gelernt haben. Coaches wie wir, die Dich bei der Unternehmensgründung und -führung beratend begleiten und ebenso Grafiker, Programmierer, Steuerberater und viele mehr. Vielleicht gibt es die ein oder andere Sache, die Du selbst schon gut kannst, wunderbar.

Für alle anderen Bereiche, die Du nicht kennst oder gelernt hast und daher nicht so professionell durchführen kannst, ist es einfach notwendig mit Fachleuten zusammen zu arbeiten. So sparst Du nicht nur Zeit, die Du anderweitig in Dein Unternehmen einbringen kannst. Mit den Fachleuten an Deiner Seite kannst Du Dir einfach sicher sein, dass Dein Unternehmen solide aufgebaut wurde.

Oder anders gesagt: Wer ohne gutes Baumaterial und Fachleute ein Haus baut, wird bei einem Sturm zitternd in einer Ecke hocken und hoffen, dass das Haus hält und bei tagelangem Dauerregen nach Wasser in den Wänden suchen. So willst Du nicht wohnen, oder? Und schon gar nicht ein Business aufbauen!

4 – Investiere in Dich und Dein Unternehmen

Vielleicht hast Du bei dem Punkt oben ordentlich schlucken müssen. Steuern, Preiskalkulation, Profis für Logo, Webseite, Beratung für den Markteinstieg, Werbung und und und. OMG, das kostet ja alles unglaublich viel Geld! Ja, tut es.

Wenn Unternehmensgründung einfach und günstig wäre, wären wir alle selbstständig oder? Ohne Investition geht es nicht. Das Gute ist, Du bekommst etwas dafür, wenn Du die richtige Wahl triffst. Holst Du ausgebildete Profis ins Boot, die schon lange in der Branche tätig sind, dann kaufst Du nicht nur ihr fachliches Know-how, sondern auch ihre Markterfahrung ein und sparst Dir dadurch viele falsche Schritte.

Selbst wenn Du von der Planung über die Gründung bis hin zum Aufbau Deiner Marke und Deiner Webseite alles alleine schaffst, wirst Du spätestens bei der Bekanntmachung Deiner Marke investieren müssen. Das war vor einigen Jahren noch anders, doch heute tummeln sich in jeder Sparte zahlreiche Mitbewerber und so ist gutes Marketing das A und O. Dazu gehört eben auch Werbung, sei es für Facebook oder Instagram oder die Präsenz auf Blogs und Printmedien. All dies kostet Geld, doch auch hier gilt: die Investition lohnt sich, wenn sie richtig platziert ist.

Doch nicht nur in Dein Unternehmen solltest Du investieren, sondern auch in Dich. Brauchst Du mehr Know-how oder handwerkliche Kenntnisse? Dann investiere in Deine Weiterbildung. Brauchst Du neues Equipment, um weiterzukommen? Dann schaffe es Dir an. Brauchst Du Zeit, um Dich mit Deiner Zielgruppe auseinanderzusetzen, weil es irgendwie nicht passt? Dann nimm Dir die Zeit und hole Dir bei Bedarf Unterstützung. Investitionen sind ein wichtiges Ja zu Dir und Deinem Unternehmen. Deshalb scheue Dich nicht davor, sondern investiere schlau und – sehr wichtig – bilde Investitionsrücklagen, um vorbereitet zu sein.

5 – Bleib Dir treu

„Das Gras auf der anderen Seite des Zauns ist grüner“ lautet ein altes Sprichwort und es könnte nicht besser passen. Wir Menschen vergleichen uns immer mit anderen und leider nie zum Guten, sondern immer mit dem Blick auf das was uns fehlt oder nicht gelingt. Das ist doch schade. Da baut man sich ein Haus, steckt viel Zeit, Schweiß und Geld hinein und anstatt sich an den eigenen Errungenschaften zu erfreuen, schaut man rüber zum Nachbarn und fängt an ihn zu beneiden. Was hat der, was ich nicht habe? Warum ist sein Rasen grüner? Seine Fassade ist viel schöner. Ich hätte auch so bauen sollen, dann wäre mein Haus schöner.

Zu vergleichen ist nicht grundsätzlich schlecht, es kommt nur auf das Wie an und was es mit Dir macht. Klar kannst Du zum Nachbarn rüberschauen, aber bedenke dabei, dass jeder unter anderen Voraussetzungen baut. Vielleicht ist sein Rasen gerade grüner, weil er Kunstrasen verlegt hat oder einen Profigärtner engagiert hat?

Besser als ein Vergleich wäre eine Unterhaltung mit dem Nachbarn, vielleicht bringt Dir der Austausch viel brauchbares Wissen und hey, er hat auch ein Haus gebaut, wer könnte Dich besser verstehen? Vergleiche also nicht, um Dich selbst zu bewerten, sondern um Dich inspirieren zu lassen, zu lernen und dadurch zu wachsen.

6 – Sei geduldig

Wo wir gerade beim grünen Rasen sind. So ein Rasen braucht seine Zeit, bis er gedeiht und im satten Grün erstrahlt. Das verlangt Pflege und auch Geduld. An Letzterem mangelt es uns gern mal im Business. Wir erleben es oft in unseren Workshops, dass die Klienten am liebsten alles und zur gleichen Zeit anpacken wollen und die Veränderung kaum erwarten können. Im schlimmsten Fall arbeitet man dann nicht akkurat an den einzelnen Schritten oder neigt zu Übersprunghandlungen. Beides ist nicht gut für Dein Business. Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht. So einfach ist das. Alles braucht seine Zeit und wenn Du Deinen Boden gut vorbereitet hast, ihn pflegst und geduldig bist, dann wird der Rasen schon grün, keine Sorge.

7 – Bleib informiert und arbeite stetig an Deinem Business

Einmal aufgebaut und fertig eingerichtet, kannst Du es Dir in Deinem Haus bequem machen und Dich daran erfreuen. Doch vergiss nicht, die Zeit fordert bei allem ihren Tribut, die Jahreszeiten wirken auf das Haus ein und auch ein Haus altert und muss in Schuss gehalten werden. Dazu gehört regelmäßiges streichen, reparieren und auch das Warten oder Erneuern technischer Anlagen.

Alles ist im Fluss und so ist es auch bei Deinem Business. Die Hochzeitsbranche ist im stetigen Wandel, die Hochzeitspaare entwickeln sich durch gesellschaftliche Einflüsse weiter und es gibt immer wieder technische Weiterentwicklungen, auf die wir uns einstellen müssen. Es ist wichtig, sich damit auseinander zu setzen und zu prüfen, was dies alles für Deine Zielgruppe und somit Dein Business bedeutet.

Bleib interessiert, neugierig und sei offen für Neues. Integriere passende Erneuerungen in Dein Business und verabschiede Dich rechtzeitig von alten Schuhen. So hältst Du Dein Business in Schuss und kannst es genießen.

8 – Genieße die Selbstständigkeit & Dein Business

Genießen. Ja. Wozu der ganze Quark, wenn er Dir nicht schmeckt? Richtig? Ja, das eigene Business am Laufen zu halten, ist nicht immer einfach und eine Selbstständigkeit fordert viel von einem. Aber gleichzeitig gibt es uns ganz viel.

Wenn Du Dich, wie Anfangs beschrieben, ganz bewusst darauf eingelassen hast, dann erfüllt Dein Business auch Deine Bedürfnisse und bietet Dir die Chance, Dein Leben nach Deinen eigenen Wünschen zu gestalten. Das siehst Du vielleicht nicht immer, wenn Du von einem Job zum nächsten hetzt oder wieder in Nachbars Garten schielst.

Deswegen raten wir dazu, Dir aufzuschreiben, was Dein Business Dir alles ermöglicht, was es so wertvoll für Dich macht und warum Du Dich für diesen Weg entschieden hast. Wird es mal turbulent, dann hilft diese Liste wieder klar zu sehen.

Und weißt Du, was noch wichtig ist und richtig hilft? Sich regelmäßig vor das eigene Haus zu stellen und vom ersten Stein bis zum letzten Dachziegel alles zu bewundern und Dir selbst zu sagen: „Das habe ich gebaut“. Sei stolz auf Dich und genieße den Anblick!

Du merkst schon, Dein eigenes Business aufzubauen ist tatsächlich wie der Bau eines Eigenheims. Ein großes Projekt, herausfordernd und anstrengend im Aufbau, doch gebaut für das ganze Leben. Ist es fertig, hört es nie auf, es gibt immer was zu tun.

Wie war Dein „Hausbau“? Oder planst Du gerade den Start? Oder eine „Renovierung“? Wir unterstützen Dich gern beim Aufbau und auch später mit unseren Workshops und Coachings!

 

Bild: Rawpixel / Unsplash

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Oezlem-Yavuz_Kartenmacherei

So heiratet Deutschland: Hochzeitsstudie der Kartenmacherei

Nicht nur für den eigenen Business Plan sondern auch für die regelmäßige Strategie- und Zielplanung sind relevante Daten des Hochzeitsmarktes in Deutschland unverzichtbar. Umso besser, dass die Kartenmacherei – ihres Zeichens einer der führenden Onlineanbieter für personalisierbare Hochzeits-, Geburts- und Anlasskarten mit einer tollen Familien-Erfolgsgeschichte – aktuell die umfassende Studie „So heiratet Deutschland“ zum Thema Hochzeit veröffentlicht hat.

Die Kernsaussagen könnt ihr auf der Studien-Seite übersichtlich aufbereitet nachlesen, wir möchten hier mit dem Blick durch unsere Workshop- und Coaching-Brille auf Fakten konzentrieren, die wir in so gut wie jedem Workshop besprechen: Welches Budget hat Dein Brautpaar?

90 Prozent der Paare finanzieren die Hochzeit selbst

Zum Thema Finanzierung sagt die Studie „Fast 90 Prozent der Paare finanzieren ihren großen Tag aus eigener Tasche“. 63 Prozent finanzieren die Hochzeit ohne familiäre oder anderweitige Unterstützung. Nur ein kleiner Teil der Befragten (rund 3 Prozent) nimmt für die Hochzeit einen Kredit auf.

Zwischen 10.000 bis 15.000 Euro werden für eine Hochzeit ausgegeben

In unseren Workshops hören wir immer den Wunsch zukünftig mehr mit der „Charlotte-Braut“ zu arbeiten. Unser Stereotyp für eine klassische „Luxus-Braut“ bringt dabei ein Hochzeitsbudget von mehreren Zehntausenden Euro mit für ihre Hochzeitsplanung. Jedoch: Es ist ein sehr überschaubarer Anteil an Bräuten, der tatsächlich so viel Budget ausgeben wird!

Dies zeigt auch die Studie: Nur ca. drei Prozent der Paare investieren über 25.000 Euro in ihren großen Tag. Der Großteil der Befragten mit knapp 30 Prozent gibt zwischen 10.000 bis 15.000 Euro für die Hochzeit aus. Knapp ein Viertel der Paare investiert 6.000 bis 10.000 Euro in die Hochzeit. Immerhin 23 Prozent der Befragten kommen auch mit einem Budget unter 6.000 Euro zurecht.

Die Altersgruppe entscheidet zudem über die Höhe des Hochzeitsbudgets

Die Bereitschaft, viel für eine Hochzeit auszugeben unterscheidet sich je nach Altersgruppe: Bis zu einem Alter von 35 Jahren gibt ein Großteil der Paare 10.000 bis 15.000 Euro für den großen Tag aus, wohingegen über 35-Jährige eher 6.000 bis 10.000 Euro investieren. Paare über 50 sind tendenziell nur bereit 4.000 bis 6.000 Euro auszugeben. Also sinkt mit steigendem Alter das Hochzeitsbudget.

Die Berliner heiraten eher günstig

Was wir auch aus unseren Workshop-Erfahrungen und Gesprächen mit Berliner Hochzeitsdienstleistern bestätigen können: Das Hochzeitsbudget in Berlin liegt unter dem bundesweiten Durchschnitt. So gibt der Großteil der Befragten Berliner (36 Prozent) 6.000-10.000 Euro für die Hochzeit aus. Damit liegen die Hauptstädter unter dem Durchschnitt, ebenso wie Brautpaare aus Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

In Deutschland feiert man mit 50 bis 75 Gästen

Einer der wichtigsten Faktoren für die Höhe des Budgets: die Gästeanzahl! Eine große Mehrheit lädt laut Studie zwischen 50 und 100 Gäste zur Hochzeit ein (48 Prozent). Hochzeiten mit bis zu 25 Personen feiern 10% der Befragten. Sehr große Feiern mit bis zu 250 Personen feierten nur fünf Prozent der Befragten.

Blicken wir hier aber auch noch auf andere Themen, die innerhalb der Hochzeitsbranche stark diskutiert werden:

Im Kommen: Trauungen durch einen freien Redner

Für eine rechtskräftige Trauung im Standesamt entschieden sich 95% der Befragten. Dabei ließen sich nur 47% der Paare kirchlich trauen – hier liegen die süddeutschen Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg vorn und über dem Durchschnitt. 7% entschieden sich für einen freien Redner. Wobei laut Studie in Berlin die freien Redner besonders gefragt sind (13%).

Das Restaurant ist die beliebteste Hochzeitslocation

40 Prozent der Befrgaten haben an, in einem Restaurant oder Gasthaus gefeiert zu haben. Mit 14% liegen die Hotels noch vor der Feier auf einem Bauernhof/Scheune (7%), Gutshof (7%) und Schloss (7%). Im Garten/Zuhause feierten 5% ihre Hochzeit.

Klassisch-eleganter Hochzeitsstil liegt vor Trends

21 Prozent der Befragten wählten eine klassisch-elegante Hochzeit, 12 Prozent orienitierten sich an ihrer Lieblingsfarbe, 10% wählten den Vintage-Trend für sich aus. Nur 1% aller Befragten feierte eine Mottohochzeit – hierbei liegen die Themen „Great Gatsby“ und „Nerdhochzeit“ auf Platz 1 und 2.

Und – eine der Fragen, die sich ein Hochzeitsdienstleister immer stellen sollte: Welcher Social Media Kanal ist richtig und wichtig für mich?

Pinterest ist die wichtigste Inspirationsquelle für Deko

Alle Hochzeitsplaner, Wedding Stylisten, Verleih-Anbieter und Dekorateure sollten unbedingt ihre Pinterest-Profile auf Vordermann bringen! Inspirationsquelle Nummer 1 in Sachen Hochzeitsdekoration ist nämlich mit Abstand der Social Media Kanal Pinterest (38%)! Erst danach folgen Hochzeitsmagazin/-bücher (31%) und die gewählte Hochzeitslocation (30%). Jeder Vierte lässt sich darüber hinaus von Hochzeitsblogs inspirieren (25%).

Spannend, oder? Noch zahlreiche weitere Themen findet ihr in der vollständigen Studienergebnisse unter: www.kartenmacherei.de/hochzeitsstudie.

In einer Umfrage befragte kartenmacherei.de im März 2017 insgesamt 1.582 Studienteilnehmer aus den deutschen Bundesländern, die innerhalb der letzten zwölf Monate geheiratet haben, zu ihrer Hochzeit. Dabei beantworteten 1.366 Frauen und 216 Männer 30 Fragen zum Thema Partnerschaft, Hochzeitsvorbereitungen sowie zum großen Tag selbst.

Bild: Özlem Yavuz

Fürchtest Du Dich vor einer neuen Herausforderung?

In einem kreativen Business wie der Hochzeitsbranche gleicht kaum ein Jahr dem anderen. Das Hochzeitsbusiness ist sehr dynamisch, wir sind immer wieder mit Erneuerungen konfrontiert, lernen ständig dazu und vor allem stehen wir immer wieder vor Herausforderungen.

Ganz oft merken wir erst mitten im Geschehen, dass uns eine Situation, ein Kunde oder ein Projekt herausfordert. Schwierige Kunden, plötzliche Änderungen oder auch Überraschungen, die während einer Hochzeitsplanung bzw. am Hochzeitstag aufploppen, wer kennt das nicht? Da heißt es dann Augen zu und durch!  Hinterher atmen wir tief durch und sind einfach froh, es geschafft zu haben.

Es gibt aber auch oft genug Fälle, bei denen wir die Herausforderung schon im Vorfeld stark spüren. Das können Wendepunkte im Privatleben sein, eine wichtige Entscheidung für das Business oder auch einfach nur ein neues Projekt, dass man angenommen hat.

Bleiben wir mal beim Projekt. Ein neuer Auftrag, ein Projekt, welches man so bisher nicht gemacht hat. Das ist spannend und man hat Bock, doch dann passiert etwas, das vielen von uns bekannt sein dürfte: Wir bekommen so ein mulmiges Gefühl. Entweder bevor man überhaupt den ersten Schritt gewagt hat oder nach den ersten Gehversuchen, bei denen man sich aber nicht ganz wohl fühlt. Vielleicht druckst man rum und schiebt erst mal das Projekt ein paar Tage vor sich hin, aber irgendwann wird aus dem mulmigen Gefühl Stress und Druck.

Kommt Dir das bekannt vor? Hast Du ein neues Projekt angenommen und spürst nun Stress und Druck? Machst Du Dir tausend Gedanken und weißt nicht, wie Du es angehen sollst? Oder viel wichtiger, wie Du aus der Gedankenspirale rauskommst und vermeidest den Kopf in den Sand zu stecken?

In solchen Situationen gibt es drei wichtige Dinge, die Du tun solltest: anhalten, hinschauen und aushalten.

Statt das Gedankenkarussel weiter zu drehen, halte es an und schau hin, reflektiere: Was hast Du da so für Überlegungen im Kopf? Wovor fürchtest Du Dich und wie real sind Deine Befürchtungen? Sei ehrlich zu Dir selbst, halte es aus, die schwierige Situation zu betrachten und akzeptiere, dass auch Du nur ein Mensch bist, dem manche Herausforderungen schwer fallen.

Wichtig ist, dass Du bei der Betrachtung der Situation urteilsfrei herangehst. Leichter gesagt als getan, denkst Du? Stimmt nicht. Hier können wir Dir eine Sichtweise an die Hand geben, die aus dem Systemischen Coaching stammt. Simpel ausgedrückt: Die Gedanken, die Du in das Karussel setzt, sind der Ausdruck von Gefühlen. Gefühle wiederum sind der Ausdruck von erfüllten oder nicht erfüllten Bedürfnissen. Und Bedürfnisse, tja, die sind die elemantar wichtigen Eckpfeiler für unser tägliches Lebensgefühl. Bei erfüllten Bedürfnissen sind wir happy und bei nicht erfüllten Bedürfnissen fühlen wir uns über kurz oder lang nicht mehr so happy.

Das Gute ist: Sobald Du weißt, welches Bedürfnis nicht erfüllt ist, kannst Du nach Lösungen suchen und musst Dich nicht mehr im Kreis drehen.

Wenn Du also Dein Gedankenkarussel anhältst und überprüfst, welche Bedürfnisse hinter den Gedanken stehen, gelingt Dir eine nüchterne Betrachtung der Herausforderung und vor allem der Gang in Richtung Lösung. Wollen wir es mal ausprobieren?

Schau Dir die Gedanken an. Was sagen sie?

Hast Du Zweifelst daran, dass Du die Aufgabe meistern wirst? Das wäre das Bedürfnis nach Sicherheit. Die Gewissheit, dass Du es kannst, auch wenn Dir noch etwas Know-how oder Durchblick fehlt. Die Lösung wäre, herauszufinden, was Du brauchst, um die Sicherheit zu erlangen? Wissen? Dann eigne Dir das Know-how an, frage Kollegen oder hole Dir Support.

Besitzt Du das Know-how, hast aber einfach Angst zu scheitern? Hier spielen Bedürnisse wie Erfolg, Erfüllung und wieder Sicherheit eine Rolle. In diesem Fall hilft es oft, die Herangehensweise an das Projekt zu ändern. Dafür ist es wichtig, sich klar zu machen, dass Angst nur ein „Was-kann-passieren-Bild“ ist, das wir uns im Kopf malen. Sie ist nicht Realität und doch blockiert sie uns, weil wir immer nur auf das selbsterdachte Bild schauen.

Versuche der Aufgabe mit Neugierde statt mit Angst zu begegnen. Neugierde öffnet den Blick und löst die Spannung im Kopf. Frag Dich, was könntest Du alles aus diesem Projekt lernen? Welche neuen Ideen könnten daraus entstehen? Nimm etwas Humor zur Neugierde und frage Dich, wie würde Dein Idol dieses Projekt angehen. Wie heißt es so schön? „What would Beyonce do?“ ;-)

Oder ist eine Deiner Befürchtungen die Angst, wie andere über Deine Arbeit urteilen werden? Das wäre das Bedürfnis nach Anerkennung. Akzeptiere, dass Du es nie allen Recht machen kannst und wechsle Deine Perspektive. Fokussiere Dich darauf, wie DU Dein Arbeitsergebnis als gut und erfolgreich definieren würdest. Wie musst Du das Projekt abgeben, um mit Deiner Leistung zufrieden zu sein? Und viel wichtiger: Was braucht Dein Kunde von Dir, damit der Auftrag erfolgreich abgeschlossen wird? Liste auf, was wirklich für Dich und den Kunden zählt und schon wird die Meinung Dritter irrelevant.

Ist einer Deiner Gedanken, dass Du zeitlich nicht alles unter einen Hut bekommst? Das wäre unter anderem das Bedürfnis nach Freiheit bzw. freier Zeiteinteilung. Hier musst Du realistisch bleiben. Sei ehrlich zu Dir und frage Dich, was Du in der verfügbaren Zeit wirklich schaffen kannst. Hast Du einen utopischen Abgabetermin angegeben? Dann korrigiere ihn. Besteht diese Möglichkeit nicht, dann prüfe, wie Du Dir anderweitig Zeit verschaffen kannst (andere Projekte schieben, Aufgaben deligieren) oder Deine Kapazitäten erhöhen kannst (Hilfe holen).

Ja, Zeitdruck ist schwer auszuhalten, aber auch hier gibt es Lösungen. Man muss nur akzeptieren, dass für eine vorübergehende Zeit ordentlich ackern angesagt ist. Und man darf sich vor allem nicht scheuen, die Lösungen umzusetzen – auch wenn es bedeutet, dass man tatsächlich mal um Hilfe bitten muss oder kurzerhand zuhause die Aufgaben umverteilen muss.

Zu guter Letzt noch eine ganz wichtige Sache! Bei aller Betrachtung des Gedankenkarussels und was dahinter steckt, ist dies wichtig: Rufe Dir immer wieder in Erinnerung, dass Du Dich für diesen Weg, diesen Auftrag entschieden hast. Du bist also kein Opfer Deines Karussels, sondern der Erfinder. Und Erfinder können ihr Werk immer verändern ;-)

Wir hoffen dieser Ausflug in die systemische Betrachtung einer Herausforderung hilft Dir bei Deiner nächsten großen Herausforderung. Und solltest Du bei der Betrachtung Unterstützung benötigen, helfen wir Dir gerne auch persönlich dabei!

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Vertraue Deiner inneren Stärke.

Ein ehemaliger Chef von mir sagte einmal ganz am Anfang meiner beruflichen Laufbahn zum Thema Persönlichkeitsentwicklung, sein Credo sei „Schwächen zu schwächen, Stärken zu stärken“ – ein echter Aha-Moment. Und im ersten Schritt sicherlich ein guter Weg, um sich auf die eigenen Stärken zu besinnen und sich seiner eigenen Schwächen bewusst zu werden.

Heute würde ich jedoch entgegnen, dass man die eigenen Schwächen nicht noch weiter schwächen, sondern sie akzeptieren sollte. Dass man sich ihrer nicht gänzlich verweigern darf, sondern Lösungswege suchen muss. Dass man sie aushalten und sie dann zum Positiven ändern kann. Vielleicht denkst Du Dir gerade „Puh, da muss ich aber ganz schön stark sein“ und ja, das ist völlig richtig.

Schwächen, Veränderungen und herausfordernden Situationen mit innerer Stärke zu begegnen, ist wichtig und hey, das kann man lernen! Expertin Prof. Dr. Jutta Heller nennt in ihrem Buch „Resilienz. 7 Schlüssel für mehr innere Stärke“ (Amazon-Affiliate-Link) Akzeptanz als ersten Schritt von insgesamt sieben Punkten:

„Akzeptanz: Nehmen Sie an, was geschieht. Es ist, wie es ist.

Optimismus: Vertrauen Sie darauf, dass es besser wird.

Selbstwirksamkeit: Achten Sie auf Ihre eigenen Bedürfnisse. Entscheiden Sie sich und gehen Sie Ihren Weg.

Verantwortung: Verlassen Sie die Opferrolle. Übernehmen Sie Verantwortung und respektieren Sie Ihre (Leistungs-)Grenzen.

Netzwerkorientierung: Trauen Sie sich, andere um Hilfe zu bitten und Hilfe anzunehmen.

Lösungsorientierung: Gehen Sie die Dinge an, werden Sie aktiv. Entdecken Sie die Wünsche für Ihr Leben.

Zukunftsorientierung: Planen Sie Ihr Leben, sorgen Sie für die Realisierung Ihrer Pläne.“

Wir finden, dass sich diese sieben Punkte wunderbar auf das eigene Hochzeitsbusiness übertragen lassen:

Sich beispielsweise jeden Monat  darüber zu beklagen, dass man einfach nicht gut in der Buchhaltung ist, bringt einen nicht voran. Versuche es positiv zu formulieren: „Dank meiner Buchhaltung habe ich einen guten Überblick über meine Ausgaben und Einnahmen. Mit Rechnungen verdiene ich das Geld, mit dem ich mein kreatives Leben gestalten kann.“ Oder suche Dir gleich einen Steuerberater, der Dir Arbeit abnimmt.

Sich stets darüber zu beklagen, wie die Anderen das immer nur alles schaffen mit der Selbständigkeit, Familie und Haushalt, ist ebenfalls nicht förderlich – jeder hat ganz individuelle Grenzen, die sich nicht vergleichen lassen. Nimm an, dass jeder Selbständige in der Hochzeitsbranche ein ganz individuelles Business-Modell lebt und dass jeder Mensch sich anderes verhält.

Die Hochzeitsbranche ist wahnsinnig dynamisch und stes im Wandel. Neue Anbieter und Trends kommen und gehen, Brauttypen und Zielgruppen ändern sich gefühlt im Jahresrythmus. Sich gegen diesen Prozess zu stemmen, hilft nicht.

Sich im dunklen Kämmerlein zu verziehen und zu jammern, dass alle an einem vorbeiziehen und man diese Bräute einfach nicht mehr versteht – nein, gib Dir einen Ruck und suche Dir Rat und Hilfe von Profis. Vertraue dabei auf Experten. Meide Besserwisser, Nörgler und andere Dienstleister, die möglicherweise „im selben Boot“ sitzen. Denn dann drehst Du Dich nur im Problemkreis und findest keine Lösung.

Werde aktiv. Geh raus. Mache auf Dich aufmerksam. Knüpfe neue Kontakte – gerade Newcomer haben oft einen frischen Blick auf die bekannten Dinge, der auch Dir helfen kann. Nichts ist in dieser Branche so wichtig wie ein gut funktionierendes Netzwerk. Setzte Dir neue Ziele, schmiede Pläne und realisiere sie!

 

Wenn euch das Thema interessiert, empfehlen wir euch neben „Resilienz. 7 Schlüssel für mehr innere Stärke“ (Amazon-Affiliate-Link) auch Jutta Hellers zweites Buch „Das wirft mich nicht um“ (Amazon-Affiliate-Link) zu diesem Thema: Am Vorbild des Kängurus erklärt sie bildlich, wie man in schwierigen Situationen die Balance und immer einen Weg findet, um handlungsfähig zu bleiben. Je nach Anforderung hüpft das niedliche Känguru mit kleinen oder großen Sprüngen auf sein Ziel zu.

Du musst mobil denken.

In digitalen Zeiten ändern sich technische Anforderungen und Standards rasend schnell – was gestern noch gut und richtig war, kann morgen schon bereits veraltet sein. Als kreativer Hochzeitsdienstleister gilt es also, nicht nur künstlerisch zu denken sondern auch besonders mobil im Kopf zu sein.

Sich nicht gegen neue Apps, Trends und Technologien zu versperren – sei es auch noch so schwer – sondern diese zumindest auszuprobieren, für sein eigenes Business abzuwägen, ob es sinnvoll ist, und sie anzunehmen. Wenn man merkt, dass ein Trend stark von anderen angenommen wird, diesen genau zu analysieren und für sich zu gestalten.

Einer der wichtigsten Trends, die seit Jahren die digitale Landschaft prägen, ist die mobile Internetnutzung. So beschreibt der BVDW in seiner 2016 veröffentlichten Studie „Digitale Medienutzung in der DACH-Region 2016“: „Rund 70 Prozent der Nutzer im DACH-Raum gehen mit ihrem Smartphone online.“ (DACH = Deutschland, Österreich, Schweiz)

Mobil denken

Was bedeutet dies nun für Hochzeitsdienstleister? Ganz einfach: Die eigene Webseite muss für Internetnutzer, die mobil auf ihrem Smartphone surfen, gut lesbar und navigierbar sein.

Und denkt dabei einen Schritt weiter: Wird der Dreizeiler auf der Webseite in Desktop-Ansicht vielleicht auf dem Smartphone zur ellenlangen Textwüste? Wenn wir aus der eigenen Erfahrung heraus einem mobilen Internetnutzer unterstellen, dass es einfach schnell gehen muss mit dem Smartphone, dann müssen in der mobilen Seitenansicht auch alle relevanten Infos schnell zu finden sein.

Sind Bildcollagen für eine mobile Ansicht sinnvoll? Was wirkt auf dem Smartphone besser – Hoch- oder Querformat-Bilder Deiner Referenzen? Funktioniert Dein Kontaktformular auch über iPhone, Samsung und Co.? Mache am besten gleich einmal einen kurzen Check!

Mobil arbeiten

Mobil zu arbeiten bedeutet für uns nicht nur, dass man als kreativer Selbständiger – meistens – flexibel bei der Wahl seines Arbeitsplatzes ist und sich nach der Hochzeitslocation seiner Brautpaare richtet. Sondern auch dass man auch mobil überall auf seine eigenen Daten zurückgreifen kann.

Diese in einer Cloud zu speichern, auf die man vom Büro-Rechner, dem iPad zuhause und dem Smartphone von unterwegs schnell zugreifen kann. Klar, Datenschutz ist hierzulande ein großes Thema, aber inzwischen finden sich diverse internationale Anbieter und nationale Angebote, die sich zur eigenen Datenverwaltung nutzen lassen. Mache Dich über Verschlüsselungs- und Passwortschutz schlau.

Ein Vorteil, seine Daten in der Cloud oder einem externen Server abzuspeichern: 1) Du musst Dir keine Gedanken machen, falls Deine Festplatte oder der Rechner kaputt gehen – die Daten sind noch alle da. 2) Sollten Dir Laptop oder PC gestohlen werden, sind auch Deine Daten noch verfügbar. 3) Auf Services wie iCloud oder Dropbox kannst Du bequem mobil zugreifen und jederzeit schnell in Deine Ordner und Dateien schauen, diese herunterladen, versenden oder ggf. auch bearbeiten. Egal, wo Du gerade bist.

Das Smartphone nimmt eine immer wichtigere Rolle im ortsunabhängigen und selbständigen Arbeiten ein. Um nur einige Apps zu nennen, die wir mobil und unterwegs verwenden: Evernote Scannable ermöglicht das schnelle Einscannen von Dokumenten. Mit einem Klick kann man diese via Fotoalbum oder Evernote App abspeichern und versenden. Super praktisch! Oder unsere Liebling-Kalender-ToDo-Listen-App teux deux, mit der man digital ToDo-Listen abhaken kann und gleichzeitig einen kalendarischen Überblick hat.

Mobile Aufmerksamkeit

Doch noch einmal zurück zu den Kunden: ihre „mobile Aufmerksamkeit“ wird immer kürzer. 15 Sekunden lang ist eine einzelne Instagram-Story-Sequenz! Mit einem Wisch ist man weg. Im Feed von Instagram und Facebook ist es ähnlich – wird man angezeigt, ist der eigenen Inhalt in Sekunden weggescrollt.

Die richtige Mischung muss es sein aus spannenden Inhalten und hochwertigem visuellen Content. Oder auch nicht? Reicht der Blick ins Leben, ungestellt und einfach „dahergelabert“?

Das kommt ganz auf Deine Zielgruppe an und welches Ziel Du mit Deinen Social Media-Aktivitäten verfolgst. Sprichst Du junge, hippe Instabräute an oder sorgt Dein Insta-Kanal für Bekanntheit in der Branche? Zwei ganz verschiedene Ziele, zwei ganz verschiedene Herangehensweisen.

Wenn Du Klarheit über Deine Zielsetzung für die zweiten Jahreshälfte und 2018 haben willst, dann sprich uns gerne an. In unseren Online-Workshops helfen wir Dir zu diesem Thema weiter.

Tool-Tipp: Mit Linktree mehrere Links im Instagram-Profil teilen

In der Hochzeitsbranche arbeiten viele Selbständige mit einer sogenannten „Slash Career“. Was so viel heißt, dass eine Person mehreren Jobs nachgeht. So kombinieren einige Kreative ganzjährig zwei „Hochzeitsjobs“ miteinander, beispielsweise Fotografie und Papeterie, Kalligrafie und Branding, Hochzeitsplanung und freie Rede. Oder man hat zwei unterschiedliche Schwerpunkt wie Hochzeits- und Babyfotografie. Oder man arbeitet im Sommer als Hochzeitsfotografin und bietet im Winter Workshops an. Oder jemand entscheidet sich in der Off-Season für einen ganz anderen Job.

Slash Careers“ können so vielfältig wie das Leben eben sein. Für jeden gibt es dabei den eigenen, richtigen Weg. Und klar ist: In der Hochzeitsbranche bringen viele Dienstleister ein wunderbar umfassendes Portfolio mit, das all ihre Stärken miteinander vereint.

Wichtig dabei ist, dies auf der eigenen Webseite möglicht klar und plausibel zu kommunizieren und zu visualisieren. Was dort gut funktioniert, stellt viele im Social Media-Bereich jedoch vor Herausforderungen. Besonders die branchenrelevante App Instagram lässt im eigenen Profil nur einen klickbaren Link zu.

Wie teilt man mehrere Links zu Angeboten im Instagram-Profil?

Unser Tipp: Linktree! Mit diesem kostenlosen Service könnt ihr einen klickbaren Linktree-Link in euer Profil einbauen, der dann zu einer Art Zwischenseite führt, auf der ihr mehrere ausgehende Links darstellen könnt.

Mal aus dem Nähkästchen geplaudert: Ich bin ja auch ein Paradebeispiel einer Slash Career, ha, gleich drei Standbeine! Insgesamt nutze ich drei Instagram-Profile, von denen Lieschen_de für meinen Hochzeitsblog Lieschen-heiratet.de das reichweitenstärkste Profil aufweist. Natürlich möchte ich dort auch auf meine anderen Angebote aufmerksam machen sowie alle Inhalte des Blogs ideal darstellen.

linktree_Lieschen

Meine momentane Lösung: In den 150 Zeichen, die im Profil-Text zur Verfügung stehen, finden Nutzer meine Jobs (Hochzeitsblogger, Business Coach, Autorin) und die weiteren inhaltlichen Schwerpunkte (#lieschenskleinehuette, neuer Onlinekurs für Bräute) – siehe Screenshot links. Übrigens: Ich schreibe ausschließlich auf Deutsch, da sich meine Zielgruppe auch nur im deutschsprachigen Raum befindet. Das kostet mich ggf. Follower und Likes, ist aber für meine Zielgruppe passender.

Im visuellen Foto-Feed mache ich vorrangig auf die jeweils aktuelle Blog-Hochzeitsreportage aufmerksam, teile weitere Artikelbilder und zeige private Einblicke in meine „Hütte“. Gleichzeitig wollen Nutzer aber auch direkt von Instagram auf die Startseite des Blogs zugreifen, um im Archiv zu suchen oder im Planungsbereich zu recherchieren, sowie im Branchenbuch nach passenden Anbietern zu schauen oder sich für den Bride Guide-Onlinekurs anzumelden. Die Anzahl der Internetnutzer, die mobil und via Instagram auf den Blog zugreifen, hat sich im vergangenen Jahr relevant erhöht – über 50 Prozent meiner Leserinnen surfen mobil!

Bislang musste ich immer den tagesaktuellen Link im Profil anpassen. Nun kann ich mit Hilfe von Linktree mit einem Klick auf alle Angebote verweisen – siehe Screenshot rechts.

Wenn ihr euch einmal auf Linktree mit Instagram angemeldet habt, könnt ihr eure Navigation einfach verwalten. In der kostenlosen Version stehen verschiedene Farbvarianten sowie eine übersichtliche Analyse (Klicks auf Link) zur Verfügung. In der Pro-Version könnt ihr individuell Zeiten terminieren und eigenes Design einsetzen.

Hier geht’s zu Linktree – viel Spaß beim Ausprobieren!

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Das Fundament für Deine kreative Selbstständigkeit heißt: unternehmerischer Erfolg

In unserem Vortrag zum 3. Deutschen Hochzeitskongress haben wir die Arbeit in der Hochzeitsbranche mit einem Marathonlauf verglichen. Ja, wir sind alle Marathonläufer, denn es gehört viel dazu, sich jedes Jahr aufs Neue in diesen kreativen, schönen, aber auch anstrengenden und fordernden Lauf der Hochzeitsbranche zu stürzen. Es braucht gute Vorbereitung, Training und Ausdauer sowie den Willen jedes Jahr wieder sein Bestes zu geben, um ins Ziel zu laufen.

Doch was ist eigentlich das Ziel?

Was solltest Du erreicht haben, wenn Du über die Ziellinie läufst? Viele würden meinen, dass die hippsten Hochzeiten und natürlich glückliche Brautpaare, also coole Aufträge und zufriedene Kunden, das Ziel sind. Das stimmt jedoch nur bedingt. Wir sehen im Ziel etwas Wichtigeres stehen und das ist in unseren Augen: unternehmerischer Erfolg.

Geld ist kein Feind, sondern Freund Deiner Kreativität

Nicht etwa, weil wir denken, dass nur hohe Umsätze Erfolg bedeuten oder uns die Zufriedenheit der Brautpaare egal ist. Sondern viel mehr, weil wir folgendes wissen: Nur ein erfolgreich geführtes Unternehmen bedeutet finanzielle Absicherung und schafft damit langfristig den Freiraum für kreative Arbeit. Und das ist es doch, was wir alle wollen. Kreativität ausleben, in unserer Kunst aufgehen und mit den Brautpaaren die schönsten Feste feiern.

Besonders in kreativen Branchen tun sich Selbstständige schwer, über Geld zu sprechen und es in ihren Unternehmensalltag einzubeziehen. Allein schon das Wort „Unternehmen“, buh. Aber so ist das, wir sind alle Unternehmer, die ihren Lebensunterhalt selbst erarbeiten. Wir sind kreative Unternehmer und sich mit Geld auseinanderzusetzen macht uns nicht weniger kreativ. Im Gegenteil. Wenn Du Deine Zahlen kennst, Dir zeitlichen Freiraum für kreatives Arbeiten einkalkulierst und entsprechend Deine Preise berechnest, dann kannst Du jede Minute davon genießen. Und wir wissen ja, Unbeschwertheit hilft der Kreativität ungemein.

In unseren Workshops kommt oft diese Frage auf: Wie berechnet man überhaupt, was man mindestens umsetzen muss? Und wie kalkulieret man den eigenen, persönlichen Stundensatz? Die meisten haben sich bis dahin an marktüblichen Preisen oder an Mitbewerbern orientiert. Zwar sind die Preise Deiner Mitbewerber nicht unwichtig, aber die Berechnungsgrundlage für Deinen Stundensatz ist Dein eigener tatsächlicher Bedarf. Dazu gehören nicht nur die privaten Kosten und Krankenversicherung, sondern auch unternehmerische Kosten wie Steuern und Rücklagenbildung. Bleiben Letztere nämlich unberücksichtigt, werden sie schnell zu Problemen und führen zu Zahlungsproblemen.

Oft fürchten Hochzeitsdienstleister den rechnerischen Part, weil sie ihn für zu kompliziert halten. Doch so schwer ist es gar nicht und hat man erst Mal das Berechnungsprinzip verstanden, macht es sogar Spaß die Zahlen zu berechnen. Gut, Letzteres mag meine Meinung als gelernte Kauffrau sein :-), aber auch unsere Coachees haben Spaß, wenn wir im Workshop gemeinsam den Taschenrechner zücken. In unseren ganztägigen Workshop helfen wir nämlich mit den Berechnungen und erarbeiten bei Bedarf auch gemeinsam mit dem Dienstleister sein Preisprofil, das für seine persönliche Zielgruppe sinnvoll ist und mit dem er über die Saison hinweg realistisch kalkulieren kann. Das Ergebnis nach unserer gemeinsamen Berechnung ist immer das Gleiche: Das Gefühl von Erleichterung und Klarheit setzt ein.

Ganz einfach, weil man weiß, auf welches Ziel man zuläuft. Und man mit jedem Etappenziel – also mit jedem Auftrag – weiß, wie nah man dem Ziel schon ist. Das ist einfach ungemein beruhigend.

Wo stehen die Brautpaare bei unserem Marathonlauf?

Vielleicht fragt Ihr Euch, wenn im Ziel unternehmerischer Erfolg steht – wo stehen denn dann die Brautpaare? Sie stehen am Seitenrand und beobachten Dich, Deinen Lauf, Deine Performance. Gefällt ihnen, was sie sehen, dann begleiten sie Dich bei Deinem Marathon, laufen an der Seitenlinie mit und jubeln Dir am Ende beim Zieleinlauf zufrieden zu.

Um die Brautpaare an der Seitenlinie zu beeindrucken, ist also eine gute Performance wichtig. Wer sich aber Sorgen um die Bezahlung seiner Rechnungen machen muss, wird beim Marathonlauf sicher nicht entspannt wirken und frustrierte Läufer sind nicht besonders attraktiv.

Unternehmerischer Erfolg besteht also aus verschiedenen Komponenten, dazu gehören natürlich auch Deine zufriedenen Brautpaare, doch das Fundament für den langfristigen und tatsächlichen Erfolg – nämlich von Deiner kreativen Arbeit leben zu können – sind Deine Unternehmenszahlen.

Also, schau Dir Deine Zahlen an, arbeite mit Ihnen und stecke Dein Ziel für diese und kommende Marathonläufe ab.

Falls Du dabei Hilfe brauchst, sind wir gerne für Dich da!