Neueste Artikel

Office-SouthernWeddings-StyleMePretty

10 Tipps zur Home Office Organisation

Die Hochzeitssaison nährt sich ihrem Ende entgegen, die dunkle Jahreszeit steht vor der Tür – und das heißt: Home Office Zeit! Um in den Wintermonaten produktiv arbeiten zu können, ist ein Büro absolut hilfreich. Wir haben die besten Tipps für die Organisation und Disziplin im eigenen Home Office hier für euch gesammelt:

  1. Eine Arbeitsecke bestimmen: Lege in Deinem Zuhause einen konkreten Ort fest, an dem Du arbeiten kannst und willst. Stelle sicher, dass Du bequem an Deinem Tisch sitzt – denn dort verbringst Du ja mehrere Stunden am Tag.
  2. „Feng Shui Your Office“: Auf Pinterest findest Du eine praktische Infografik, die Dir einfach erklärt, wie Du Deinen Schreibtisch und Büroplatz so einrichtest, dass Du in Ruhe und mit Erfolg arbeiten kannst. Bilder, Pflanzen und leuchtende Farben dürfen dabei nicht fehlen!
  3. Definiere die notwendigen Dinge: Starte mit einer leeren Tischplatte und überlege, was Du wirklich zum Arbeiten brauchst. Was muss jeden Tag auf Deinem Schreibtisch stehen? Was benötigst Du nur unregelmäßig und kann somit im Rollcontainer, Regal oder Schrank verstaut werden?
  4. Schaffe Ordnung: Papiere und Unterlagen, die Du täglich benötigst, solltest Du handlich sortieren. Regelmäßiges Aussortieren hilft hier, die Menge des Papiers im Griff zu haben! Statt zu stapeln, lege lieber einzelne Mappen, Ordner oder Hefter an, die in einem Register gesammelt werden.
  5. Mache häßliche Sachen hübsch: Lästiges Kabelgewirr, olle Ordner und graue Kisten? Das muss nicht sein! So kannst Du mit buntem Maskingtape die Kabel beschriften oder ordentlich zusammenrollen und „festkleben“. Bestelle statt langweiliger grauer Ordner lieber weiße Exemplare und bestücke diese mit bunten Labels. Büromaterial lässt sich auch sehr hübsch in dekorativen Kisten und Schachteln organisieren. Und falls Du doch nicht um das gräßliche Laminiergerät oder den praktischen, aber häßlichen Tacker herumkommst – dann verstaue sie einfach blickdicht im nächsten Schrank.
  6. Kreiere Deine Schreibtischroutine: Zu Hause zu arbeiten, erfordert eine Menge Disziplin. Und ganz ehrlich, auch wenn man im Schlafanzug Kundengespräche am Telefon führen kann, ordentlich angezogen funktioniert das doch wirklich besser! Stell Dir doch einfach vor, dass Du ins Büro gehen würdest, stehe früh auf, zieh Dich entprechend an und setze Dich an Deinen Schreibtisch.
  7. Minimiere Zeitfresser: Falls Du Dich zu oft und lange vom Smartphone ablenken lässt, solltest Du es am Schreibtisch verstauen, so dass es nicht permament in Deinem Blickfeld liegt. Falls Du Dich immer wieder ausversehen „versurfst“, kannst Du mit Zeitmanagement-Tools bestimmte Ablenker für definierte Zeiten ausschalten.
  8. Gönne Dir bewusst Pausen: Auch wenn es in den eigenen vier Wänden ja keiner sieht, nimm Dir Zeit für eine Mittagspause und esse nicht am Schreibtisch! Vielleicht kannst Du noch eine Runde frische Luft schnappen gehen? Am Nachmittag darf es auch ruhig noch einmal eine längere Pause geben, um wieder mit frischer Energie an den Schreibtisch zurückzukehren. (Und nein, in Deiner Pause solltest Du nicht die Waschmaschine ausräumen…)
  9. Finde Dein richtiges „9 to 5“: Das Schöne an der Selbständigkeit ist doch, dass man zu jeder Zeit arbeiten kann – theoratisch! Je nach individueller Lebenssituation können Dir entsprechende Zeiten vorgegeben sein. Schaue, wie Du mit diesen Rahmenbedingungen am besten klar kommst – vielleicht merkst Du, dass Du am späten Abendnoch einmal ein paar Stunden an den Schreibtisch musst? Oder Du bist generell nachts am kreativsten? Dann richte Deine Arbeitszeiten danach aus. Niemand zwingt Dich von 9 bis 17 Uhr am Schreibtisch zu sitzen!
  10. Verlasse das Home Office mit Ordnung: Besonders schwer fällt es vielen Selbständigen im Home Office ein „Ende“ zu finden. Die Arbeit ist ja immer da. Daher empfehlen wir Dir, zu einem bestimmten Zeitpunkt am Tag im Home Office den Rechner aus zu machen, alle Unterlagen zu verstauen, das benutzte Geschirr in die Küche zu bringen und bei Bedarf auch den Papiermülleimer zu leeren (jahaaa, auch das hilft!).

Bei Pinterest findet ihr in unserem neuen Profil der Hochzeitsgesellschaft ein passendes Board mit vielen Ideen rund um die Home Office Organisation für Kreative, Hochzeitsdienstleister und Selbständige. Folgt uns gerne – wir befüllen unsere Boards mit praktischen Tipps, Inspiration und Infos für euch!

Habt ihr dort die vielen kreativen Wände mit bunten Post-its entdeckt? Wie wir mit den bunten Klebezetteln unsere Projekte organisieren, verraten wir euch im nächsten Newsletter!

Insta_homeOffice_HG

Bild: Büro von Southern Weddings via Style Me Pretty auf Pinterest http://robynvandykephotography.com

Zukunftsorientierung: Ziel, Vision oder Traum?

Oft hört man Hochzeitsdienstleister sagen: „Ich habe mir mit diesem Job meinen Traum erfüllt“ – aber haben sie dann auch ihr Ziel erreicht?

Ziele helfen Selbständigen in einem Veränderungsprozess, wichtige Schritte zu gehen, sich entsprechend weiterzuentwickeln und vor allem auch das gesteckte Ziel zu erreichen. Denn gerade diese Zukunftsorientierung, die einem ein Ziel bietet, spielt bei beruflicher Neuausrichtung eine sehr wichtige Rolle.

Klare Ziele für Dein Business formulieren

Dabei ist es notwendig die eigenen Ziele so klar zu formulieren, wie es nur geht. Statt zu sagen „Ich will als Fotograf in der Hochzeitsbranche arbeiten.“ hilft das präsize Ziel „Ich will im dritten Jahr als Hochzeitsfotograf mit 25 Hochzeiten im Jahr 60.000 Euro Umsatz generieren.“ bei der eigenen Businessplanung sehr viel mehr. Es beinhaltet nämlich parallel den Blick auf den zeitlichen Einsatz und das geplante Einkommen – und vor allem: Es ist messbar. Es bietet Dir einen konkreten Leitfaden, wie Du Dein Business planen und ausrichten musst.

Ein wichtiger Punkt bei dieser Zielplanung: der individuelle Ressourcen-Check. Jeder Selbständige bringt eine völlig andere Ausgangsposition mit, sei es bei beruflicher Ausbildung, familiärem Hintergrund und zeitlicher Verfügbarkeit. Sich realistisch zu fragen, ob das selbst gesetzte Ziel auch tatsächlich im eigenen Leben erreichbar ist, sollte immer mit der eigenen Planung einhergehen.

Visionen für das Leben

Zukunftsorientierung heißt immer auch, dass man sich mit den selbst gesteckten Zielen eigene Bedürfnisse erfüllt. Einige Menschen können sehr konkrete Ziele in ihrem beruflichen Kontext formulieren, für ihr Privatleben hingegen fällt es schwerer. Dabei hilft, eine Vision für das eigene Leben zu formulieren.

Was möchte ich in 5, 10, 15 oder 20 Jahren im Leben erreicht haben? Das eigene Leben, das sowohl berufliche als auch private Aspekte umfasst, zu visionieren, ist eine sehr kraftvolle Möglichkeit, sich darüber klar zu werden. Die Vision ist Dein Bild der Zukunft, das Dich positiv anspornen kann und Klarheit verschafft. Ist Deine Vision erst einmal formuliert, kannst Du genau erkennen, für welche Bereiche Du konkrete Ziele definieren kannst.

Träumen erlaubt

Manchmal muss man auch die harte Realität erkennen: Der vermeindliche „Traumjob“ in der Hochzeitsbranche entpuppt sich als viel härter als angenommen. Monetäre Ziele können gar nicht erreicht werden. Das Privateben wird zeitlich aufgefressen. Deshalb muss man sagen: Träumen ist erlaubt, ein Traum beflügelt, ein Traum darf groß, unrealistisch sein.

Aber aus Träumen wacht man immer irgendwann auf. Im eigenen Business sollte man deshalb nicht träumen, sondern sich ernsthaft fragen, ob und wann man aus dem eigenen Traum eine erreichbare Vision macht und aus der Vision konkrete Ziele ableitet. Denn dann wird der „Traumjob“ später auch nicht zum Albtraum.

Ob Newcomer in der Hochzeitsbranche oder langjähriger Profi – wir helfen euch gerne bei einer frischen Visionierung für euer Business und der konkreten Zielformulierung. Sprecht uns gerne für Termine ab September 2018 an: team (at) hochzeitsgesellschaft.org.

 Bild: Mink Mingle

„Wendejahre“ im selbständigen Leben

In Gesprächen mit anderen Selbständigen und unseren Workshop-Teilnehmerinnen stellen wir regelmäßig fest, dass es bei aller Unterschiedlichkeit der Dienstleistungen und Produkte doch immer einen ähnlichen Verlauf in der Selbständigkeit an sich gibt. Wir nennen sie die „Wendejahre“ – Jahre, die dem eigenen Business und einem selbst viel Flexibilität, Geduld und Ausdauer abverlangen.

Das 1. Jahr – Mit Volldampf ins Businessglück

Ach, diese Euphorie der Anfangszeit! Mit einer Idee im Kopf und einem Businessplan in der Hand springt man als Gründer ins kalte Wasser und schwimmt einfach los. Man konzipiert, man setzt um, man verbringt gerne Nachtschichten und Wochenenden mit dem neuen Projekt. Hat man eine innovative neue Dienstleistung oder Produkt am Start, umarmt einen die Hochzeitsszene und man findet sich mitten im bunten Trubel der kreativen Wedding World wieder. Das Business läuft super an und das erste Jahr fliegt nur so an einem vorbei… genießt es!

Das 3. Jahr – Ankommen (oder das böse Erwachen)

Nach dem aufregenden ersten Business-Jahr wiederholen sich im Zweiten die Abläufe und so etwas wie Routine stellt sich ein. Man kommt in seinem Business-Alltag an und zieht zum ersten Mal ruhige Bahnen – ankommen und aufatmen, der Einstieg in die Selbständigkeit ist geglückt!

Doch Achtung: Nicht selten erleben hier Selbständige ein böses Erwachen – denn nach drei Jahren werden die ersten Steuern fällig. Schwamm man gefühlt die ersten Jahre nicht in Geld? Wer nicht von Beginn an ordentlich kalkuliert, Brutto von Netto und „Netto-netto“ unterscheidet und passende Rücklagen für das Finanzamt bildet, muss im schlimmsten Fall mit Steuerschulden gleich das Business wieder abmelden. Lieber gleich vorsorgen und die zu erwartende Steuer auf das Tagegeldkonto packen!

Apropos: Spätestens im 3. Business-Jahr, also nach Ende der offizielle Existenzgründungszeit von drei Jahren, sollte man unbedingt über seine Rente nachdenken. Anders als in der Festanstellung sorgt der Selbständige selbst vor – am Besten macht ihr mit einem kompetenten Versicherungmakler den kompletten Check. Denn nach drei Jahren prüft man am besten auch gleich alle Versicherungen rund um Berufsunfähigkeit, Vermögensschadenhaftpflicht und Co.

Wer dies bereits innerhalb der ersten zwei Jahre schon erledigt hat, sollte sich im Jahr 3 nach der eigenen Gründung unbedingt die Zeit nehmen, um einmal das bislang Geschehene zu reflektieren: Was hat gut geklappt? Was habe ich gelernt? Was war bedeutsam? Was möchte davon für die Zukunft mitnehmen? Und alle anderen sollten dies natürlich auch machen.

Das 5. Jahr – Mitten im Wettbewerb

Wenn man sich fünf Jahre mit ein und dem selben Thema beschäftigt, ist man Experte! Man kennt das eigene Geschäft in- und auswendig, vielleicht läuft es so gut, dass die ersten Mitarbeiter an Bord sind. Mancher Selbständiger steuert da schon ein ganz großes Boot.

Und so stellen sich nach fünf Jahren auf einmal ganz neue Fragen: Bin ich eigentlich noch auf der richtigen Route? Haben sich meine Ressourcen in den vergangenen Jahren verändert? Möchte ich noch genauso arbeiten wie am Anfang?

Viele Selbständige verspüren nach fünf Jahren ein großes Bedürfnis auszubrechen, sich noch einmal neu in ihrer Branche zu erfinden, ordentlich Klarschiff zu machen. Da kann ein neues Logo und Webseite helfen, manchmal muss es aber auch eine neue Positionierung sein.

Denn nach fünf Jahren ist man selbst nicht mehr der angesagte Newcomer. Vielleicht sind da „Neue“ in der Branche mit heißeren Ideen. Vielleicht hat man auch schon harte Erfahrungen wie Ideenklau oder Imitation erfahren müssen. Mit Sicherheit wird das Marketing-Konzept aus Gründungszeiten nun nicht mehr passen, zu einem selbst und auch wegen der sich stets ändernden Medien- und Social Media-Landschaft.

Es gibt viel zu tun! Wie sieht der Plan für die nächsten fünf Jahre aus?

Das 10. Jahr – Feiern, Krönchen richten, weitermachen

Wer den 5-Jahres-Meilenstein passiert hat, atmet gefühlt einmal tief durch und schon steht das nächste große Jubiläum vor der Tür. 10 Jahre, wenn das kein guter Grund zu feiern ist! Ideal für die eigene Marketingstrategie, denn solch ein Geburtstag bietet einfach eine Menge Potential für Geschichten, Aktionen und Angebote.

Doch bei aller Feierei: Man gilt nun als „alter Hase“ im Geschäft – daran ist gut: Man kennt wirklich alles und jeden, hat so ziemlich jede Situation schon einmal erlebt. Daran ist schlecht: Man gilt als „alter Hase“ im Geschäft. Um wirklich Aufmerksamkeit zu bekommen, muss man sein eigenes hohes Niveau halten und immer wieder steigern.

Vielleicht ist man deshalb nach diesen Jahren etwas Business-müde, fragt sich nach dem Sinn und Zweck des Ganzen, hat von dem stetigen Wandel langsam wirklich die Nase voll. Manchmal möchte man diesen ganzen jungen Dinger gerne mal was erzählen – aber hey, vielleicht ergibt sich genau daraus ein neues Businessmodell: Man teilt sein Expertenwissen nun mit Newcomern und passt das Tagesgeschäft entsprechend an. Oder man steuert als kreativer Kopf ein Team von Mitarbeitern, die das eigene Business operativ umsetzen. Oder man erfindet sich noch einmal ganz neu!

Wichtig ist es, dass man sich auch mit einem gut laufenden Business nach zehn Jahren noch einmal intensiv hinsetzt, um einen neuen Businessplan zu schreiben! Mit all dem Wissen der vergangenen Jahre lassen sich eine Strategie und Maßnahmen viel einfacher und besser umsetzen als noch zu Beginn. Die eigene Expertise dabei herauszustellen, ist ein absolutes Muss. Es lohnt sich, alles noch einmal im Detail zu kalkulieren und zu rechnen. Es lohnt sich, einen Blick auf die eigenen Dienstleistungen, Produkte und das Marketing zu werden.

Selbständig zu sein, lohnt sich!

Und ja, bei all dem Fleiß, dem Schweiß, den Tränen, den Nerven, der Ausdauer, der Geduld, der Flexibilität – es lohnt sich. Wirklich.

Mit der eigenen Kreativität ein Business aufzubauen, ist eine Leistung, auf die man stolz sein kann und darf. Mit einem kreativen Business den eigenen Lebensunterhalt bestreiten zu können, dafür sollten wir uns alle einmal auf die Schulter klopfen. Vor allem: Mit der eigenen Kreativität leben UND arbeiten zu können, das ist doch einfach das Beste! Das ist es wert.

Und – an welchem Wendepunkt stehst du gerade? Wobei können wir Dir behilflich sein?

 

Bild: Sweet Icecream Photography / Unsplash

brooke-lark-194253-unsplash

Like a boss: Mitarbeiterführung für Kreative

Wir sind mal ganz ehrlich: Während unserer beiden Coaching-Ausbildungen saßen wir unabhängig voneinander in dem jeweiligen Modul rund um das Thema „Coaching und Führung“, verdrehten innerlich die Augen und dachten, dass wir das in unserer Arbeit mit Kreativen doch niemals-nie-nicht brauchen würden. Ha! Weit gefehlt! Denn wenn das eigene Business läuft, dauert es zuweilen gar nicht lange, bis man den ersten Mitarbeiter einstellen kann, will oder muss.

Heute wollen wir für Dich einmal auf das Thema Mitarbeiterführung für Kreative blicken und haben aus unseren Unterlagen für euch die wichtigste Fragen heraugesucht. Klar: Dieser kurze Abriss soll Dir als kreativen Geist nur einen ersten Leitfaden mitgeben und zum weiteren Denken animieren – natürlich beinhaltet das Thema Mitarbeiterführung noch wesentlich mehr.

Wann ist es Zeit für einen Mitarbeiter?

Wir sagen: Sofort! Und zwar sollte jeder Kreative gleich zu Beginn der Selbständigkeit und Gründung einmal ganz ehrlich mit sich sein und vor allem beim Thema Finanzen tief in sich hineinhören, ob Buchhaltung und Steuern gut bei einem selbst aufgehoben sind. Einen Steuerberater als ersten „externen Mitarbeiter“ zu engagieren und sich gut beraten zu lassen, hat schon so manchen vor dem bösen Erwachen vor der ersten Einkommenssteuerzahlung nach drei Jahren gerettet.

Auch bei anderen Themen wie IT/Webdesign oder Marketing/PR macht es Sinn, sich gleich zu Beginn Hilfe von außen zu holen und ggf. mit externen Freelancern auf Honorarbasis zusammen zu arbeiten. Dieses Netzwerk gibt dem eigenen Business die notwendige Professionalität und entlastet gleichzeitig den kreativen Gründer – denn auch mit der x-ten Nachtschicht schafft man nicht alles allein.

Sobald Du aber merkst, dass Dein Kerngeschäft, also der Kern eures Angebots/Produktes/Dienstleistung, so gut angenommen wird, dass ihr diesen Bereich alleine nicht mehr bewältigen könnt, müsst ihr über eigene Mitarbeiter nachdenken.

Wie führe ich meine Mitarbeiter?

Nicht jeder Kreative kommt aus einem klassischen Beruf und konnte in einem Unternehmen von einem Chef gute Mitarbeiterführung lernen. Umso wichtiger ist es, dass Du Dich erst einmal fragst: Was sind meine Führungswurzeln?

Wer hat eigentlich in meiner Familie die Führung übernommen? Wie war das in der Schule, gab es Lehrer, die mit besonderem Führungsstil gepunktet haben? Welche Vorbilder haben mich durch ihren Stil beeindruckt? In welchem Job konnte ich bereits Führungserfahrung sammeln und wie war diese? Überlege, was Du an positiven Führungserfahrungen für Dein eigenes Business mitnehmen möchtest. Negative Beispiele können Dir dazu dienen, klar abzugrenzen, wie Dein eigener Führungsstil aussehen soll.

Die eigenen Werte und Überzeugungen bilden eine wertvolle Ressource für Deine Führungsgrundsätze. Was ist Dir im Leben wirklich wichtig? Was ist Dir in Deiner Arbeit wirklich wichtig? Wer mit Mitarbeitern umgeht, handelt immer ausgehend vom eigenen Menschenbild. Was denkst Du über Menschen und was bedeuten sie Dir? 

Mache Dir klar, was Dich und Dein Business antreibt und wie weit Du für Deine Arbeit gehen willst und magst – dann wird Dir auch klar sein, welche Maßstäbe Du an Deine Mitarbeiter anlegen kannst oder auch nicht kannst. Nur weil Du beispielsweise gerne bis in die Nacht hinein arbeitest, heißt das nicht, dass das ein Angestellter auch tun möchte. Wenn Du flexibles Arbeiten liebst, braucht manch Mitarbeiter hingegen einen ganz konkreten Ablaufplan.

Überlege, wie Deine bisherige Lebensgeschichte verlaufen ist – Deine Erfahrung und Deine Grundsätze bilden die Grundlage für Deinen eigenen Führungsstil, also wie Du mit Deinen Mitarbeitern umgehst. A und O für eine gute Führung ist dabei die Kommunikation: Dass Dir Deine erste Stunde in Ruhe am Rechner heilig ist, kann ein Mitarbeiter nicht von alleine wissen. Auch ob Du in Deinem Business alle Entscheidungen verantworten willst oder lieber deligierst, sollte mit den Mitarbeitern klar besprochen sein. Wenn Dein Mitabeiter weiß, was er alleine entscheiden darf, was er alleine verantwortet, wo und wie er Feedback erwarten kann, was er von Dir einfordern darf und soll, was und wie in Deinem Betrieb und Business organisiert ist – all das gehört zu Deinem individuellen Führungsstil!

Überlege Dir, welche Begriffe Dein Führungsstil beinhaltet. Beispielweise „Gestalten – einbinden – motivieren“ oder „Vertrauen – deligieren – Feedback geben“ oder „Freiraum – Entwicklung – visionär“ – mit welchen Wörtern beschreibst Du Deinen Mitarbeitern am besten, wie Du als Chef Dein Business und Deine Mitarbeiter führen möchtest?

Wie erreiche ich mit meinen Mitarbeitern unsere Ziele?

Deine Rolle als Chef bringt eine ganze Reihe von Erwartungen mit sich, die Deine Mitarbeiter an Dich richten. Mache Dir klar, welche dies sind. Regelmäßige Feedbackgespräche und klare Kommunikation helfen Dir dabei. Frage Dich immer: Was braucht mein Mitarbeiter von mir, damit wir beide erfolgreich sein können?

Um ein Ziel mit Deinen Mitarbeitern erfolgreich zu erreichen, muss er Dir folgen und sich für das Ergebnis einsetzen. Das gelingt am besten, wenn Dein Mitarbeiter weiss, warum er gerade eine Aufgabe erledigt, warum bestimmte Abläufe notwendig sind und wie diese zusammenhängen.

Und das Wichtigste zum Schluss: Wenn Dein Mitabeiter einen Sinn in seiner Arbeit sieht, wird er Dir folgen! Wenn sich Dein Mitarbeiter voll und ganz mit Deinem Business identifizieren kann, wird er Dir folgen!

Falls Du gerade mit dem Thema Mitarbeiterführung Hilfe benötigst oder eine problematische Situation klären willst, stehen wir Dir mit einem Business Coaching gerne zur Seite. Sprich uns gerne an!

 

Bild: Brooke Larke / Unsplash.

Hochzeitsgesellschaft_SusanneRademacher_PinarSahin

Wir lieben Hochzeiten! Und helfen Dir mit dem passenden Business Coaching.

Als zertifizierte Business Coaches helfen wir Dir, das eigene Hochzeitsbusiness positiv zu verändern – kreativ erfolgreich sein, das geht! Mit unserem Know-how und Erfahrungen sind wir Dir als Kreativer und Künstler dabei behilflich, Dich richtig zu positionieren und zu vermarkten sowie den richtigen Weg für Dein eigenes Unternehmen und Deine Selbständigkeit zu finden.

Hochzeitsgesellschaft_BusinesCoaching2017

Unsere Stärke ist unser Workshop: ortsunabhängig via Online oder ganz persönlich in Hamburg und München – dabei begleiten und beraten wir Dich intensiv, die richtigen Schritte für Deine Zielerreichung zu gehen.

Erfahrene Profis unterstützen wir dabei, den immer neuen Anforderungen der Selbständigkeit optimal gerecht zu werden und sich gleichzeitig treu zu bleiben. Newcomer und Brancheneinsteiger erhalten von uns Starthilfe in die Hochzeitsbranche und wir helfen, ein passendes Netzwerk aufzubauen, um schnell Buchungen zu generieren.

Neben unserer Tätigkeit als Coaches und Beraterinnen bieten wir Dir als Hochzeitsbloggerinnen detaillierte Kenntnis der Hochzeitsszene sowie langjährige Erfahrung aus den Bereichen Marketing/PR, Social Media und Blogger Relation. Durch unsere eigene Selbständigkeit kennen wir die Schwierigkeiten der Gründungsphase und wissen, welche Maßnahmen bei der Existenzgründung von Bedeutung sind. Wir sind auf die Hochzeitsbranche spezialisiert, können wir Dir aber auch in anderen Kreativbranchen weiterhelfen.

Alle Details unserer Angebote und wie wir Dir helfen können, findest Du unter Workshops & Coaching.

Oder sende uns einfach eine E-Mail an team (at) hochzeitsgesellschaft.org – wir freuen uns auf Deine Nachricht!

Und warum wir das alles machen? Ganz einfach: Als Kreative lieben wir es, die schönen Dinge des Lebens zu gestalten – doch dafür muss das eigene Business laufen.

Wir helfen deshalb allen Kreativen und Künstlern, den richtigen Weg für ihr Unternehmen zu finden. Mit Online Marketing-Workshops für Dienstleister – mit Fokus auf der Hochzeitsbranche, aber offen für alle Branchen. Mit Business Coaching für Selbständige. Mit Starthilfe für Gründer.

Als externe Berater geht es uns darum, neue Perspektiven zu bieten. Um euch bei eurer Positionierung und Zieldefinition, eurer Kommunikation und eurem Marketing zu unterstützen. Um Existenzgründern und Newcomern unser Wissen zu vermitteln und sie von der ersten Idee bis zur erfolgreichen Markteinführung zu begleiten. Natürlich geht es auch um viel Soul im Bizz, um die persönlichen Fragen des Berufslebens.

Ob große Visionen oder ganz simple Fragen, wir sind bei jedem Thema eine ehrliche Stimme und der praxisorientierte Ratgeber der Hochzeitsbranche. Dabei verstehen wir uns als dauerhaftes kreatives Netzwerk, das unsere Alumi im Berufsalltag begleitet und unterstützt – und ihr seid herzlich eingeladen.

In unserem Blog findet ihr regelmäßig hilfreiche Artikel, Tipps & Tools sowie Interviews mit inspirierenden Branchenköpfen. Dank des regelmäßigen Newsletters bleibt ihr auch immer auf dem Laufenden.

Viele Grüße von Pinar und Susanne

 

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

brooke-lark-176366

Warum Du Deine Strategie aushalten musst

Bei einer amerikanischen Hochzeitsfotografin schnappte ich vor einiger Zeit den Satz „Du musst Deine neuen Preise aushalten können“ auf – wie wahr! Und vor allem gilt dies besonders für die eigene Strategie. Was heißt das?

Schneller Wandel

Die Hochzeitsbranche erfordert immer wieder und viel schneller, als man denken würde, eine Anpassung Deiner Businessausrichtung von Dir.

Konnte man sich früher darauf verlassen, nach der Existenzgründungsphase (3 Jahre), dann nach fünf und zehn Jahren eine ordentlich „Inspektion“ seines Hochzeitsbusiness vornehmen zu müssen, sich einmal ordentlich durchzuschütteln, seine Marketingaktivitäten durchzurütteln und sich vor allem die aktuellen Zielgruppen im Hochzeitsmarkt anzuschauen, ist das heute anders.

Jede Saison muss Du Dich fragen, ob Du auf dem richtigen Weg bist, was sich innerhalb der vergangenen zwölf Monate verändert hat. Wie tickt die neue Zielgruppe, die nächste Saison heiraten will? Welche neuen Marktingkanäle sind entstanden und vor allem relevant? Was muss ich nun in meinem Business ändern? Sind meine alten Ideen aus der Schublade noch innovativ und zukunftorientiert?

Denn eins ist klar: Mit dem Credo „Das haben wir schon immer so gemacht.“ oder „Das hat doch letztes Jahr so gut funktioniert.“ wird man in der heutigen Hochzeitsbranche krachend scheitern.

Auf den ersten Blick klingt es daher vielleicht paradox, ist aber umso wichtiger: So schnell man sich dem heutigen Wandel anpassen muss, umso länger und konsequenter muss man im Hochzeitsmarkt seine Strategie durchziehen.

Du musst Deine Strategie aushalten

Du hast gemerkt, dass sich in Deinem Business etwas ändern muss? Das Du Dein Portfolio neu ausrichten musst? Vielleicht hast Du Dich auch sehr bewusst dafür entschieden, bestimmte Kunden nicht mehr ansprechen zu wollen, neue Geschäftsfelder aufzumachen? Du befindest Dich gerade mitten in einem solchen Transferprozess?

Dann hast Du im Idealfall nach einer Wettbewerbsanalyse und einer Vorausschau eine neue Strategie formuliert, wie und womit Du Deine Businessziele erreichen willst. Danach heißt es, Dein Business entsprechen zu planen, umzubauen und auszustatten. Die Umsetzung Deiner Strategie hilft Dir dann Deine Ziele zu erreichen.

Eins ist ganz klar: Eine Änderung der eigenen Unternehmensstrategie ist immer eine sehr große Sache! Nicht umsonst beschäftigen Großkonzerne zur Umsetzung neuer Strategien ganze Herrscharen von Beratern und Agenturen. Und nun bist da Du. Ein einzelner Hochzeitsdienstleister, der sich verändern will.

Und was passiert: Nach kürzester Zeit stellen sich die ersten Zweifeln ein. Weil der Lieblingskollege fragt, was das denn nun soll. Weil es bislang noch niemand sonst so probiert hat. Weil aktuell noch nicht so viele Buchung drin sind wie im Vorjahr. Weil Du eventuell erst einmal eine finanzielle Durststrecke durchleben musst, um Dein Ziel zu erreichen. Weil Dir in der Nacht Dein innerer Kritiker immer wieder zuflüstert, dass das alles nicht funktionieren wird.

Doch Du musst Deine Strategie aushalten. Vor allem muss Dir klar sein, dass eine neue Strategie nicht bei jedem sofort und unmittelbar Erfolge zeigen wird. So schnelllebig die Hochzeitsbranche ist, so ist die Hochzeitssaison doch immer über 12 Monate verteilt. Gerade bei saisonalem Diestleistergeschäft in der Hochzeitsbranche muss man eine neue Strategie konsequent über mindestens eine Saison durchziehen.

Erstens muss es nicht nur bei den immer wieder neu in die Branche hineinkommenden Brautpaaren ankommen, sondern die eigene neue Strategie muss sich auch bei den Branchenkollegen herumsprechen. Und das dauert länger, als man denkt. Und das muss man auch manchmal lauter bekannt geben, als man eigentlich möchte.

Außerdem: Halbjährlich oder jährlich die eigene Strategie zu ändern  – oder im schlimmsten Fall nach Blick von außen gar keine Strategie zu haben – macht Dich zudem als Dienstleister schnell in der Branche und bei Brautpaaren unglaubwürdig.

Zweifel und Ängste reduzieren

Und hey, nein, es gilt nicht, nach vier Wochen mit einer neuen Strategie gleich den Kopf in den Sand zu stecken!

Wir empfehlen Dir vielmehr:

– Im akuten Fall von Zweifel hole tief Luft, trete aus Deinem Gedankenkarrussel einen Schritt heraus. Dann blicke noch einmal ganz sachlich und objektiv auf Deine zurückliegenden Entscheidungen. Erinnere Dich daran, aus welchen Gründen Du Dich für die neue Strategie entschieden hast.

– Bei finanziellen Ängsten oder der Angst mit der neuen Strategie zu scheitern, blicke vertrauensvoll auf Deine geplanten Maßnahmen. Wenn Du in der aktiven Umsetzung Deiner Strategie-Maßnahmen bist, weißt Du, was Du in absehbarer Zeit erreichen wirst.

– Suche Dir einen vertrauensvollen Branchenkollegen oder kompetenten Ansprechpartner/Coach, den Du in Deine Pläne involvierst und der Dich über einen längeren Zeitraum begleitet. Besprich regelmäßig den aktuellen Fortschritt, äußere offen Deine Zweifel und lasse Dich vor allem immer wieder bestärken, dass Du auf dem richtigen Weg bist.

Strategie regelmäßig überprüfen

Natürlich hört an dieser Stelle die Arbeit mit Deiner neuen Strategie nicht auf. Wir möchten Dir hier abschließend im Artikel aber noch eine wichtigen Tipp mit auf den Weg geben:

Baue Dir selbst in regelmäßigen Zeitabständen Termine in den Kalender, zu denen Du Deine Strategie und Maßnahmen überprüfst.

Wenn Du mehr zum Thema Startegie erfahren möchtest, hinterlasse uns doch hier oder via Social Media einen Kommentar – dann planen wir gerne weitere Artikel zu diesem Thema!

Pic: Brooke Lark.

Was das Ende von Style Me Pretty für die Hochzeitsbranche bedeutet

Der Hochzeitsblog Style Me Pretty stellt zu Ende April seinen Service ein und wird nicht mehr online verfügbar sein. Was bedeutet dieses Blog-Aus für die anderen Onlinemedien? Und was sagt es über die Entwicklung der Branche aus, wenn selbst der größte Hochzeitsblog, die Nr. 1 der Welt, vom Markt geht? Stellte doch auch kürzlich The Pretty Blog aus Südafrika nach acht Jahren seinen Blog-Betrieb ein und verlegte das Posten gänzlich auf Instagram und Facebook.

+++ Update: Zwischenzeitlich wurden die Instagram-Postings von Style Me Pretty und Abby Larson zu diesem Thema gelöscht und Style Me Pretty wird nun wieder von seinen urspränglichen Gründern betrieben. +++

Dienstagabend ging nach diesem Posting durch die sozialen Medien ein großes – sagen wir es ganz offen: WTF?! Und nach dem ersten Entsetzen kam natürlich sofort die Frage auf: Warum? Selbst für Gründerin Abby Larson, die nach zehn Jahren ihren Blog verkauft hatte, kam diese Entwicklung wohl sehr überraschend.

Läutet das Ende von Style Me Pretty das Ende der Blog-Ära ein?

Nein, tut es nicht.

Veränderungen gab es bereits in den letzten 2-3 Jahren und diese hatten durchaus auch Auswirkungen auf die Branche, die Vermarktungsstrategien und somit auch auf die Hochzeitsblogs. Die Veränderungen und somit auch die Herausforderungen werden sicher nicht weniger oder einfacher werden, sondern noch komplexer und aufwendiger.

Das Ende von Style Me Pretty darf man auch nicht auf alle Blogs übertragen, denn Style Me Pretty ist ein Unikat. Es war der erste Hochzeitsblog mit modernen und innovativen Ansätzen. Der Blog wuchs stetig, mehrere Hochzeiten pro Tag gefeatured und mit dem Einstieg von AOL als Investor in 2012 um die Sparte Style Me Pretty Living erweitert. Ein schlauer Schachzug, denn so konnte man die gewonnen Hochzeitskunden auch in anderen schönen Lebensmomenten weiter begleiten und dadurch neue Märkte erschließen. Dazu kommt das Magazin, die App und vieles mehr. So groß wie Style Me Pretty war und ist bis heute kein anderer Hochzeitsblog.

Style Me Pretty war ein riesiges Konstrukt mit vielen Mitarbeiter, viel IT und entsprechenden Kosten. Geld, dass Style Me Pretty wie jeder andere Blog durch Werbung einnehmen muss. Abby Larson erklärte 2015 in einem Cosmopolitan Interview, dass Style Me Pretty sich auf die klassische Weise mit Werbebanner und Branchenbucheinträgen finanziert. Kein Problem – wenn ein Blog Werbekunden anzieht, dann mit einer Reichweite wie Style Me Pretty. Aber vielleicht haben die Einnahmen nicht mehr gereicht. Vielleicht waren sie nicht so ertragreich, dass sie die Investorengruppe auf Dauer glücklich gemacht haben.

Vielleicht sind wie bei allen Blogs weltweit auch bei Style Me Pretty die Werbeeinnahmen in den vergangenen Jahren gesunken. Auf die Veränderungen im Nutzerverhalten und auf die Herausforderungen von Social Media zu reagieren, erfordert bei einem Blog dieser Größenordnung zudem eine Geld ausgeben zu müssen. Für die eigene Sichtbarkeit zu sorgen, bedeutet große Mengen an Werbebudget einzusetzen. Aber all das wissen wir im Fall von Style Me Pretty nicht und können nur mutmassen.

Fakt ist: Es geht mit Style Me Pretty eine Inspirationsplattform vom Markt, die in den vergangenen zwölf Jahren die Branche geprägt hat. Ein Feature auf Style Me Pretty war der weltweite Ritterschlag eines Hochzeitsdienstleisters. Paare, deren Hochzeit auf Style Me Pretty gefeatured wurden, erinnern sich voller Stolz an diesen Tag.

Fakt ist auch: Es gehen mit dem kompletten „Shut-down“ auch jede Menge Artikel mit Links, Empfehlungen und Marketingmöglichkeiten der Branche flöten. Welche Auswirkungen das haben wird, lässt sich nun noch nicht absehen. Man kann nur hoffen, dass SMP nicht der einzige Werbekanal einiger Hochzeitsdienstleister ist. Für die Branche ist es jedenfalls ein herber Verlust.

Und was bedeutet das Ende von Style Me Pretty für die deutschsprachigen Hochzeitsblogs? 

Es liegen ziemlich turbulente Zeiten hinter uns deutschsprachigen Bloggern und eigentlich sind wir immer noch mittendrin. Die Mobilität des Internets und der wachsende Social Media Konsum insbesondere von Instagram (Stories), hat auch das Verhalten von deutschsprachigen Internetnutzern stark verändert.

Dabei ist nicht zu leugnen: Die stärkste Auswirkung der heutigen, starken Social Media Nutzung sind sinkende Besucherzahlen auf den Blogs. Eine sinkende Reichweite hat sinkende Werbebudgets zur Folge. Weniger Einnahmen, weniger Möglichkeiten. Wir lehnen uns hier nicht weit aus dem Fenster, wenn wir sagen, dass alle Blogs mit dieser Entwicklung zu tun haben.

Alle professionellen Hochzeitsblogs versuchen bestmöglich darauf zu reagieren. Auch im recht überschaubaren deutschsprachigen Markt muss man die eigene Sichtbarkeit mittlerweile mit hohen Werbebudgets sichern. Neue Einnahmequellen werden kreiert: Sei es mit einem eigenen Shop, einem Magazin oder anderen Produkten und Dienstleistungen. Kaum ein deutscher Hochzeitsblogger lebt alleine von seinem – besser: ihrem – Blog.

Müssen wir nun bangen, dass sich auch die großen deutschen Hochzeitsblogs wegen mangelnder Einnahmen und Rentabilität von ihrem ursprünglihen Kerngeschäft verabschieden? Nicht mehr, als wir es schon in den vergangenen zwei bis drei Jahren mussten. Sowieso gehen regelmäßig kleine und mittelgroße Blogs wieder vom Markt – wenn sich der zeitliche Aufwand einfach nicht mit dem Einkommen deckt. Dafür kommen regelmäßig neue Blogs hinzu. Der Markt ist und bleibt sehr dynamisch.

Ist Social Media nun die Lösung aller Probleme?

Wie bereits erwähnt: „The Pretty Blog“ hat vor wenigen Wochen den Blogbetrieb eingestellt und featured seitdem nur noch über Facebook und Instagram. Ein mutiger Schritt, der im Blick auf die Gesamtstrategie und Arbeit von Christine Meintjes auch Sinn macht. Übertragbar auf alle Blogs ist es jedoch nicht.

Der Erfolg von Social Media hat nichts mit Desinteresse gegenüber Blogs zu tun, ganz im Gegenteil – die Followerzahl vieler Blogs steigt in Social Media stetig an. Es ist vielmehr auch der Tatsache geschuldet, dass zahlreiche Leser heutzutage überwiegend über Social Media, insbesondere Instagram und Instagram Stories interessante Inhalte konsumieren. Das geht schneller, ist einfacher. Ist mobil.

Oft hängt auch die große Followeranzahl mit der Bekanntheit des Blogs zusammen – das eine bedingt also das andere. Wer einmal selbst ein eigenes Instragm-Account aufgebaut hat, weiss wie schwer es ist, sich eine große Leserschaft ohne Werbung und Fankauf aufzubauen.

Mit Inhalten einen Nutzwert schaffen – auf Blogs und via Social Media

Natürlich könnten nun auch alle Hochzeitsblogger ihre Inhalte einfach nur noch auf Instagram posten und mit dem entsprechenden Hashtag versehen. Aber ist das weniger Arbeit? Mehr schnell verdientes Geld? Auch in Social Media werden sich auf Dauer doch die Postings am besten durchsetzen, die einzigartig, individuell und mit guten Inhalten gefüllt sind.

Guter Content gewinnt immer.

Allerdings bieten Blogs einen entscheidenden Vorteil gegenüber Social Media: SEO! Die Vielzahl von Artikeln können über Google über Jahre hinweg gefunden werden. Stories wandern nach 24 Stunden ins Nirvana oder bestenfalls in die Highlights.

Eine Hochzeitsreportage ausschließlich auf wenige Bilder einzudampfen? Wie vermittelt man die Inhalte eines Serviceartikels in einer Story? Wir sind überzeugt, dass Hochzeitsblogs auch weiterhin existieren werden. Weil es  bei der Hochzeitsorganisation um umfangreiche Inhalte geht, mit denen Planung erleichtert wird, mit dem Brautpaare Geld sparen können und noch viel mehr. Bei organisatorischen Themen wollen die Leser zahlreiche und handfeste Infos und dafür besuchen sie auch weiterhin Blogs, die die entsprechende Plattform für diese Inhalte bieten. Zudem sind es Nischenthemen, also die Spezialisierung auf wenige Themengebiete, die es daneben  interessant für die Leser – und somit auch für Werbekunden.

Lernen und Weitermachen.

Das Ende von Style Me Pretty steht aus unserer Sicht nicht für das Ende der Blog-Ära, denn wir vermute eine rein wirtschaftliche Entscheidung der Investoren. Aber es ist ein guter Anlass, um auf unseren Hochzeitsmarkt zu blicken und anzuerkennen, wie groß die Herausforderungen sind, denen sich alle Hochzeitsblogs und auch alle anderen Anbieter stellen.

Der Blick auf den Markt verdeutlicht uns, wie wichtig es ist, dass Nutzerverhalten unserer Zielgruppe zu kennen und Entwicklungen vorauszusehen, um professionell auf sie reagieren zu können. Es verdeutlicht, wie wichtig es ist, dass wir so gesund wachsen, dass wir dabei agil bleiben, um auf alle Veränderungen schnell und effizient reagieren zu können.

Aber vor allem zeigt es uns, dass hierzulande qualitativer Content auf Hochzeitsblogs wichtiger ist als je zuvor. Denn schöne Bildern auf Instagram & Co zu posten ist wichtig, aber nur wer gute Geschichten erzählt und qualitative Inhalte bietet kann, wird die Leser tatsächlich gewinnen.

 

 

 

Photo by Sweet Ice Cream Photography

Hochzeitskongress mit neuem Konzept

Das A und O einer erfolgreichen Selbständigkeit? Ein verlässliches Netzwerk! Und für die Hochzeitsbranche bietet der Hochzeitskongress regelmäßig eine perfekte Plattform, um landesweite Kontakte zu knüpfen, spannende Informationen zu erhalten und sich fortzubilden. Und daher haben wir das Organisationsteam des diesjährigen Hochzeitskongresses in Dresden zu einem kurzen Interview gebeten, um zu erfahren, was dieses Jahr auf die Teilnehmer und Interessierte wartet.

3.Hochzeitskongress_168
Liebes Team vom Hochzeitskongress, nach Köln, München und Hamburg geht es in 2018 nach Dresden – was dürfen die Teilnehmer dieses Jahr erwarten?


Vor allem erwartet die Teilnehmer dieses Jahr ganz viel praktisch nutzbarer Input, der ihr Business nach vorne bringt – und zwar individualisierbar je nach Bedürfnissen und Interessen: zusätzlich zu den Vorträgen für alle wählt jeder Teilnehmer aus einem breiten Angebot zwei Workshops und entscheidet sich dabei, ob er lieber vom erfahrenen Hochzeitsprofi oder vom branchenfremden Experten lernen will. Außerdem unterstützen wir mit den Intensivrunden hochwertiges Networking: jeder kann in bis zu sechs Intensivrunden mit Referenten und zusätzliche Spezialisten die Fragen diskutieren, die ihnen aktuell unter den Nägeln brennen.

Natürlich haben wir dieses Jahr wieder, teils internationalen Branchengrößen wie den renommierten Planerinnen Eva Trevisan und Clara Boatto von Chic Weddings in Italy, der amerikanischen Haarschmuckdesignerin Liv Hart von Enchanted Atelier, dem finnish-deutschen Hochzeits-Duo von Hey Look, dem deutschen Video- und Fotoduo Kreativ Wedding und vielen mehr. Auch Inspirationsbereiche wird es wieder geben und natürlich eine super Party am Samstag.

Zum ersten Mal konnten wir auch den Wunsch der Teilnehmer nach einem Kongresshotel  erfüllen. Arbeiten, schlafen, Netzwerken alles unter einem Dach. Das Westin Bellevue Dresden liegt direkt an der Elbe, bietet super Möglichkeiten für den Kongress und von dort aus ist man schnell bei den schönsten Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel der Frauenkirche. 

Ihr habt das Konzept erneuert, es gibt nun neben Vorträgen auch viele Workshops. Wie muss man sich das vorstellen? 


Einer der großen Mehrwerte des Deutschen Hochzeitskongress ist, dass sich hier die gesamte Branche triff, Dienstleister aus allen Gewerken und Bereichen der Branche. Natürlich haben alle ganz individuelle Bedürfnisse und Interessen. Wir freuen uns, dass wir es dieses  Jahr geschafft haben, diesen unterschiedlichen Anforderungen mit einem individualisierbaren Programm aus Vorträgen, Intensivrunden und Workshops entgegenzukommen.

Die Kongresstage beginnen und beenden wir mit Vorträgen für alle Teilnehmer. Hier setzen wir auf Themen die für alle Gewerke spannend sind. Zum Beispiel haben wir Leo Martin an Board, der ehemaliger Geheimagent erzählt uns wie man Menschen für sich und sein Business gewinnen kann. Jeder Teilnehmer darf außerdem zwei aus zehn spannenden Workshops auswählen. Hier ist wirklich eine bunte Mischung gegeben: Vertrieb, Social Media, Kreativitätstechniken, Verhaltenstraining, Personal, Work-Life-Balance. Mit Doreen Winking, Thorsten Heyer, Karin Mack, Marco Schwarz, Daniela Jost, Markus Rosenbaum, Emilia de Kruif, Andreas Jacobs, Hubert Vitt und Benjamin Brunner freuen sich zehn kompetente Workshopleiter auf euch. Besonders freuen wir uns, das wir trotz des erweiterten Programmes den Preis für die Tickets nicht erhöhen mussten.

So ein Wochenende eignen sich ja auch hervorragend zum Networking – habt ihr dafür spezielle Formate geplant? 


Der Kongress beginnt mit einer Überraschung für alle Teilnehmer, die sich perfekt dazu eignet, auch mal über den eigenen Tellerrand zu schauen, neue Leute kennen zu lernen und auch bekannte Gesichter aus einem anderen Blickwunkel zu betrachten. Unsere Intensivrunden, die hochwertiges Networking zwischen Teilnehmern und Referenten unterstützt, sind in den vergangenen Jahren extrem gut angekommen. Deshalb sind wir dem Teilnehmerwünschen entgegengekommen und haben sie dieses Jahr ausgeweitet: Sie finden nun an beiden Tagen statt, so dass Teilnehmer doppelt so viele Wunschpartner treffen können. Es wird wieder eine Visitenkartenwand geben und unsere Facebookgruppe die super funktioniert. Außerdem werden sich auf dem Kongress immer kleine Projektgruppen bilden, in denen man sich wunderbar vernetzen kann. Party, Hotelbar und gemeinsames Frühstück erledigen dann den Rest. 

Tickets bekommt ihr auf www.hochzeitskongress.de. Noch sind wir nicht ausgebucht, aber die ersten Workshops – die Plätze werden nach Reihenfolge der Buchung vergeben – werden knapp. Schnell sein, lohnt sich also. 

Und wie kann sich der Teilnehmer ideal auf den Kongress vorbereiten? 


Ein Hotelzimmer im Bellevue könnt ihr ganz einfach über unser Kontingent buchen. Ruft im Hotel an, unter dem Codewort Hochzeitskongress bekommt ihr dann eines der für die Teilnehmer reservierten Zimmer.  Mitfahrgelegenheiten / Reisegruppen könnt ihr super über die Facebookgruppe organisieren. In diese werdet ihr eingeladen, sobald ihr ein Ticket gekauft habt. Wenn ihr mit der Bahn anreisen möchtet, gib es auf unserer Website unter Anreise einen Link der Deutschen Bahn für vergünstigte Tickets. 

Außerdem ist es immer gut, sich vorher zu überlegen, wen ihr auf dem Kongress treffen wollt. Zum einen könnt ihr euch auf hochzeitskongress.de mit den  Intensivrundenpartnern beschäftigen. Die Plätze werden dieses Jahr direkt vor Ort verteilt. Auf dem Hochzeitskongress sind aber nicht nur interessante Referenten, andere Teilnehmer sind manchmal mindestens genauso spannend. Die Facebookgruppe bietet schon vorab die Möglichkeit, sich zu verabreden. Außerdem haben wir extra für alle Teilnehmer einen Badge erstellt. Man kann ihn in E-Mail-Signaturen oder auf der Homepage einbinden oder direkt Social Media Follower fragen, wer auf dem Kongress ist und für ein Treffen am Rande zur Verfügung steht. Ansonsten: Visitenkarten, gute Laune und falls ihr in den Hotelpool möchtet, die Badehose nicht vergessen :-)

Vielen Dank, liebes HoKon-Team – wir wünschen euch wunderbare Tage und viel Erfolg!

Merken

Von der Kunst schön zu scheitern

Bist Du schon mal gescheitert? Mit Sicherheit. Wer nicht? Scheitern gehört doch zum Leben. Wir tun es nur so ungern und noch weniger geben wir es gern zu, denn scheitern tut weh.

Ob im Privaten oder im Berufsleben, wir holen uns kleine und große Beulen, blaue Flecken, ja und manchmal auch tiefe Narben vom Scheitern. Wenn eine Beziehung scheitert, eine Geschäftsidee einfach nicht fliegen will. Oder man einfach wieder viel zu spät mit den Weihnachtskarten dran war. Jeder definiert den „Fehlschlag“ anders, aber jeder kennt ihn. Vielleicht knabberst Du gerade auch an einem „Fehlschlag“ aus dem letzten Jahr und willst es 2018 besser machen, aber haderst noch mit Dir und kuckst besorgt auf Deine blauen Flecken und Beulen? Das kennen wir alle.

Das Problem mit dem Scheitern ist nämlich nicht das Scheitern an sich und auch nicht die Schrammen, die wir davon tragen. Es ist unser Umgang mit dem Scheitern, der uns das Leben schwer macht. Wir kritisieren uns selbst, zweifeln an unserem Können und mit jeder Beule werden wir vorsichtiger. Schneller als wir es merken, verkrampfen wir innerlich bei der nächsten Herausforderung, aus Angst wieder zu scheitern. Oder noch schlimmer: vor anderen zu scheitern.

Ja, wir scheitern auch so ungern, weil es uns peinlich ist vor anderen zu scheitern. Schwäche zu zeigen. Vermeintlich dumm, unprofessionell oder blauäugig da zu stehen – und so verbergen wir gern unsere blauen Flecken und Schrammen vor den anderen. Würden wir stattdessen offen dazu stehen, würden wir uns wundern, wie vielen anderen es ähnlich geht. Wie oft auch andere scheitern.

Denn Scheitern ist menschlich und sogar wichtig.

Wir lernen und wachsen nämlich besonders stark an unseren Fehlern und Fehlschlägen. Doch anstatt uns auf die Größe zu konzentrieren, die wir durch das Scheitern gewachsen sind, schauen wir auf den Schmerz und unsere blauen Flecken. Den Verlust von Zeit, Geld und vielleicht sogar Kunden. Wir sehen nur, was wir falsch gemacht haben und selten, was wir aus dem Fehler, dem Scheitern, lernen können.

Dabei wäre das der viel bessere Umgang mit dem Scheitern. Ihn zu „feiern“, frei nach dem Motto: wenn schon scheitern, dann bitte auch schön.

Lerne und Wachse am Scheitern

Selbst im Scheitern steckt etwas Gutes. Auch wenn wir unser Ziel nicht erreichen oder knapp verfehlen, der Weg dahin ist nie umsonst. Auf dem Weg zum Ziel erleben wir etwas, lernen Menschen kennen, eignen uns Wissen an, sammeln Erfahrung und manchmal wird aus dem Scheitern sogar ein neues Ziel geboren. Vielleicht sogar ein besseres, als das vorherige. Aus diesem Grund ist, selbst wenn wir scheitern, der Weg den wir gehen wertvoll.

Er ist wie eine Spur die wir lesen können. Wo bin ich falsch abgebogen? Was hat dazu geführt? War ich abgelenkt oder habe ich auf etwas vertraut, dass sich als falsch herausgestellt hat? Habe ich vielleicht nicht auf mein Bauchgefühl geachtet? Oder ganz praktisch: Wann hätte ich mich um meine Weihnachtskarten kümmern sollen?
Wie ein Spurenleser können wir den Weg zum Scheitern ergründen und daraus unsere Lernerfahrungen ziehen. Aus den Erfahrungen können wir wiederum Warnsignale und auch Lösungen für unsere nächsten Ziele aufstellen. Sprich: Die Weihnachtskarten bereits im Oktober bestellen!

Statt also nur darauf zu achten, dass Du gescheitert bist, solltest Du Dich unbedingt fragen: Was habe ich gelernt? Was nehme ich mit?

Aber bitte keine pauschalisierten kritischen Antworten wie: Jetzt weiß ich eben, dass ich doof bin oder dieses oder jenes nicht kann oder ein Problemmagnet bin. Das bringt Dich alles nicht weiter. Sei bei Deiner Spurenlese frei von Kritik, bleib neugierig und versuche einfach nur herauszufinden, wo Du besser aufpassen, Dir Hilfe holen oder vielleicht sogar das Projekt hättest stoppen müssen. Oft geschehen die großen Fehler nämlich auch dann, wenn wir innerlich schon abgeschlossen haben und uns trotzdem zwingen etwas zu Ende zu bringen. Finde heraus, was es bei Dir war und lerne daraus.

Nach dem Scheitern erst mal vom Gedankenkarussel absteigen

Keine Frage, im ersten Moment des Scheiterns fällt es keinem von uns leicht, Enttäuschung und Wut beiseite zu schieben und sofort die Lernerfahrung zu sehen. Aber auch hier gibt es Wege und Lösungen, um aus dem negativen Gedankenkarussel zu steigen. Unsere wichtigsten Tipps dazu lauten:

  • Von ganz oben betrachtet, ist es nur halb so schlimm!
  • Es hätte auch schlimmer kommen können!
  • Du kannst immer neu starten!

Ist die Wut ganz groß und das Gedankenkarussel dreht sich wie verrückt, dann ist im ersten Schritt hilfreich eine Vogelperspektive einzunehmen. Also, die Situation wie ein Vogel von oben zu betrachten. Erst über Deinem Kopf, dann über dem Dach, dann über Deinem Wohnort und immer höher zu fliegen. Durch die steigende Entfernung wird alles kleiner und wir merken, wie klein und unbedeutend manches ist. Durch diesen kurzen Perspektivwechsel bringst Du Ruhe in Deinen Kopf rein und kannst Dich besser auf die Lösung und Lernerfahrung konzentrieren.

Und dann wirst Du auch ganz schnell erkennen: Es hätte auch viel schlimmer kommen können. Es klingt klischeehaft, aber es ist so wahr! Ist ein Projekt gescheitert, bedeutet es noch nicht, dass Dein Unternehmen gescheitert ist. Waren die fehlenden Weihnachtskarten wirklich so dramatisch? Und wenn wir ehrlich sind, scheitern wir oft gepaart mit einer Menge Glück, welches uns vor viel Schlimmerem bewahrt. Stimmts?!

Und die nächste gute Nachricht ist, keiner hält Dich davon ab, es nochmal zu probieren. Neu zu starten. Mit den Erfahrungen, die Du gemacht hast. Selbst wenn Du erst wieder sparen musst oder Dich zuvor weiterbilden musst, sind allein diese Schritte, Geld zur Seite zu legen oder einen Workshop zu buchen, die ersten Schritte Deines Neustarts. Wenn Du es denn willst!

Und wenn Du es willst, dann sag Dir ganz klar: JETZT erst recht!

Dieser Wille nach dem Scheitern wieder aufzustehen steckt in uns, er ist uns Menschen im wahrsten Sinne in die Wiege gelegt. Bereits als Kinder machen wir Erfahrung mit dem Scheitern, zum Beispiel während wir laufen lernen. Kinder, die laufen lernen, fallen hin, stolpern über ihre eigenen Füße und tun sich auch mal weh. Aber sie stehen wieder auf und versuchen es mit dem Gelernten erneut. Kein Kind gibt das Laufen lernen auf, nur weil es zu Beginn gescheitert und hingefallen ist. Und so sollten wir auch nie aufgeben, nur weil wir mal gescheitert sind oder ein Projekt nicht so realisiert haben, wie geplant.

Deshalb fürchte Dich nicht vor neuen Herausforderungen, begegne ihnen mit Neugier und wenn Du mal stolperst, dann denk daran: Du lernst etwas. Auch beim Scheitern. Immer.

___

Wie gehst Du mit dem Scheitern um? Teile Deine Meinung mit uns!

Oder haderst Du aktuell mit einem gescheiterten Projekt und suchst Unterstützung? Wir begleiten Dich gerne mit einer Soul and Bizz Session dabei. Melde Dich gerne bei uns.

 

Foto: rawpixel

Vergiss gute Vorsätze. Mache Neugierde zu Deinem Begleiter in 2018!

Zum Jahresende lassen wir gerne die vergangenen Monate Revue passieren. Was war gut, was nicht so gut und was haben wir so gemacht, geschafft, erlebt? Aus den Erkenntnissen bilden wir Vorsätze für das neue, das frische Jahr, das vor uns liegt. Das Blatt ist weiß und der Wille groß, es besser zu machen. Apropos Wille. Wenn wir uns unsere Vorsätze ansehen, kommt oft der Gedanke „Ich kann das schaffen. Ich muss nur disziplinierter sein.“ Meist steht Disziplin selbst ganz oben auf der Liste der Vorsätze. Eigentlich immer. Jedes Jahr aufs Neue.

Es ist aber auch nicht einfach. Viel zu groß sind die Versuchungen am Handy, dem Fernseher oder einfach da draußen in der Welt. Wir lassen uns ablenken, werden Meister in Prokrastination und ärgern uns später über uns selbst. Disziplin erscheint uns da die einzige Lösung. Blöd nur, dass man Disziplin nicht lernen und nicht erzwingen kann. Disziplin kommt von allein. Wenn man weiß wofür man diszipliniert sein will. Wofür es sich lohnt, der Prokrastination in den Hintern zu treten.

Motivation ist das Zauberwort.

Motivation ist der Motor unseres Alltags und unseres Lebens. Hinter jeder unserer Handlungen steckt die Motivation unsere Bedürfnisse zu befriedigen. Sehr häufig geschieht das unbewusst, aber manchmal auch ganz bewusst. Zum Beispiel, wenn wir Ziele für uns formulieren.

Oh Gott, Ziele. Schon wieder. Muss ich mir immer Ziele setzen? Ist das nicht genauso doof wie Vorsätze haben? Wir tun uns oft schwer damit Ziele zu formulieren. Manchmal weil wir schlicht nicht wissen, was wir tatsächlich wollen und manchmal, weil sie einem als zu schwer erscheinen. Schwer, weil wir dann den Druck verspüren diese Ziele erreichen zu müssen, um uns selbst und auch anderen gegenüber nicht als Versager da zu stehen. Ziele müssen jedoch nicht immer übergroß sein, auch kleine Ziele reichen und es muss auch nichts Materielles sein. Auch ein gutes Lebensgefühl kann ein Ziel sein. Man muss nur herausfinden, was das für einen selbst bedeutet.

Bei der Formulierung von Zielen hier hilft uns der beste Freund der Motivation: Neugierde.

Neugierde? Ja genau, kennst Du die noch?

In unserer digitalen, fast schon automatisierten Welt in der gefühlt alles im Eiltempo verläuft, werden wir überhäuft von Möglichkeiten und Eindrücken. Wir konsumieren dankbar was uns geboten wird, denn das Angebot ist ja auch schön und macht Spaß. Das Ergebnis jedoch ist, dass wir in einen Automatismus verfallen und uns dadurch den Raum nehmen, Dinge auch mal selbst zu entdecken, zu hinterfragen, zu erforschen und zu tun. So aus reiner Neugierde.

Mal im Ernst. Wann warst Du das letzte Mal neugierig. So richtig. Wolltest etwas Neues entdecken, recherchieren, fühlen und erleben? Vielleicht als Du Deine letzte Reise unternommen hast? Eine neue Sprache gelernt hast? Oder einfach ein neues Buch gekauft hast?

Und wann warst Du das letzte Mal neugierig, was Dein Leben, Deine Ziele und Wünsche betrifft?

Hast mal ein Gespräch mit Dir selbst geführt? Dich befragt? Mal in Dich reingehorcht?
Nicht mit der kritischen Stimme, die sagt „was willste denn nun eigentlich? Entscheide Dich mal!“ Sondern mit der neugierigen Stimme, die wir aus Kindheitstagen kennen. Die Stimme, die uns gefragt hat, wo das nächste Abenteuer wartet und was uns heute Spaß bringen kann. Die Stimme, die dafür gesorgt hat, dass wir wach und neugierig durch die Welt gelaufen sind, um Neues zu entdecken und Dinge zu finden, die uns Freude bringen. Sie ist noch da diese Stimme, sie ist nur sehr leise geworden durch all den Ernst und die Ablenkungen im Leben. Aber wir können sie wiederbeleben und dafür müssen wir nicht mal kindisch werden, sondern dürfen gerne weiter erwachsen bleiben. Wir müssen nur anfangen, uns die richtigen Fragen zu stellen und uns in Neugierde üben. Wolle wir es mal versuchen?

Sei neugierig, auf Dich, Dein Leben und Deine Arbeit.

Bleiben wir bei unseren Zielen und Wünschen. Um diese herauszufinden können wir uns viele, sehr viele Fragen stellen. Die Fragen sollten nicht allein um die Arbeit kreisen, sondern auch um Dein Privatleben. Wir arbeiten ja, um zu leben und nicht umgekehrt…:

  • Wen will ich öfter sehen? Wen weniger?
  • Was will ich lernen? Was will ich meistern? Was will ich üben?
  • Was will ich erleben? Was macht mir Spaß?
  • Wovon will ich mehr? Wovon will ich weniger?
  • Was will ich entdecken? Welche Länder will ich bereisen?
  • Wen würde ich gerne mal kennenlernen?
  • Welche Herausforderung will ich meistern? Wo will ich beruflich stehen? Was will ich über meinen Job sagen können?
  • Was will ich verdienen? Was möchte ich mir unbedingt anschaffen?
  • Was mag ich an meinem Büro? Was nicht?
  • Was mag ich an meinem Beruf? Was nicht?
  • Wann bin ich am produktivsten? Welche Arbeit verursacht Langeweile?
  • Was wäre die größte Veränderung, die ich mir in meinem Job wünsche?
  • Was wäre die kleinste Veränderung?
  • Wie sieht es damit im Privatleben aus? Was wäre die größte und was die kleinste Veränderung, die ich mir für mich wünsche?

Die Antworten auf diese Fragen sind Hinweise auf Deine Ziele, die Dinge die Dich motivieren. Höre hin. Schreib es auf.

Vielleicht kommt dabei heraus, dass Du gerne in einem Haus mit Garten leben würdest. Vielleicht aber auch, dass Du gerne um die Welt reisen würdest. Auf jeden Fall wirst Du herausfinden, was Du magst und was nicht. Was Dir Freude bringt und was nicht. Und somit auch, was Dich motiviert um an der Erfüllung Deiner Wünsche zu arbeiten. Aber vor allem wie diese Arbeit aussehen muss, damit Du motiviert bleibst.

Durch die Motivation steigt die Disziplin und wenn es doch mal mit der Disziplin hapert und Du vor der Entscheidung stehst, Schreibtisch oder Prokrastination, dann solltest Du Dich fragen:  Welche Entscheidung führt mich zu meinem gewünschten Ziel?

Damit wir uns nicht falsch verstehen. Diese Methode ist kein Zauberstab, der alle Arbeiten zu Feenstaub werden lässt, auf dem wir beseelt durch das nächste Jahr schweben können. Es wird immer Arbeit geben, die gemacht werden muss, ob wir wollen oder nicht (Hallo Steuererklärung!), aber wir können diese Hürden besser meistern, wenn wir wissen wofür wir es tun. Worauf wir hinarbeiten, welche Wünsche wir uns damit erfüllen, welches Lebensgefühl wir für uns selbst erschaffen wollen.

Deshalb unser Tipp an Dich zum Jahresende:
Sei neugierig, auf Dich, Dein Leben und Deine Arbeit.
Finde heraus was Dich motiviert und dann: go for it!

_

Wir unterstützen Euch gerne bei der Formulierung und Erreichung Eurer Ziele. Sprecht uns gerne für die neuen Termine in 2018 an: team (at) hochzeitsgesellschaft.org.

Foto: Ian Schneider