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Wie laut ist Dein innerer Kritiker?

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Bist Du eigentlich in diesem Jahr schon einmal richtig stolz auf Dich gewesen? Oder denkst Du, dass es noch nicht gut genug ist? Dass es nicht ausreicht? Dass Du noch mehr erreichen musst?

Diese Stimme in Dir, das ist Dein innerer Kritiker. Eigentlich meint es der Kritiker nur gut mit Dir. Er will Dich vor zu viel Arbeit bewahren, vor Ablehnung und Mißerfolgen beschützen, also eigentlich anleiten, immer weiter bringen und doch schafft er es, Dich zu blockieren. Denn sobald er auftaucht, hindern Dich seine Fragen am Weiterkommen. Der innere Kritiker kann all Deine Errungenschaften mit einer Frage tatsächlich in Frage stellen.

Vielleicht wird Dein innerer Kritiker auch vom Perfektionisten, dem Existenzängstler oder Zweifler begleitet. Uff, da ist dann aber ganz schön was los! Obwohl von außen alles gut zu sein scheint, macht es Dich innerlich fertig. Und wenn man innerlich nicht im Einklang ist, fühlt es sich auch nicht mit dem eigenen Business gut an.

Gerade Selbständige und Kreative, die alleine arbeiten, sind anfällig für den lauten Kritiker in sich. Denn da ist ja niemand im Büro, der von außen ganz neutral auf die neuen Ideen, die Produkte oder Ergebnisse schauen kann. Obwohl man hochklassige Arbeit leistet, zu den Top-Playern der Branche gehört oder einer der kreativen Innovatoren der Hochzeitsszene ist – der innere Kritiker ist immer bei uns.

Lösungswege finden, Kritik positiv nutzen

Der erste wichtige Schritt, um mit dem eigenen inneren Kritiker umzugehen, ist, ihn zu erkennen und ihn als Teil von Dir anzuerkennen. (Den Typen wirste nämlich nicht los!)

Dann höre einmal genau darauf, was er Dir gerade sagt. Und welche positive Absicht hat er eigentlich damit?

Schaue genau hin, ob sich Dein innerer Kritiker in bestimmten Situationen oder bei bestimmten Personen immer wieder meldet. Gibt es ein Muster?

Beurteile die Aussagen Deines inneren Kritikers dann ganz neutral. Wie sieht die reale Situation tatsächlich aus?

Frage nach einer externen Meinung. Falls Dich Dein innerer Kritiker wieder bombadiert, kannst Du Dir die Aussagen von Kollegen und Freuden immer wieder vor Augen führen.

Und: Frage Deinen inneren Kritiker doch einfach mal, was er braucht, damit er sich mit der Situation besser fühlt. Und wie ist dann der erste Schritt?

Übrigens: Mein innerer Kritiker hat mich den ersten Absatz hier gleich drei mal schreiben lassen, weil er meinte, dass der Artikel nicht richtig und gut genug anfängt. Ich habe ihm und meinem Perfektionisten dann für ihre aufmerksamen Hinweis gedankt und mich auf meine Kreativität verlassen. Einfach angefangen zu schreiben und an die tollen Worte von Pinar gedacht: „Es muss nicht perfekt sein, es muss nur gut sein.“