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Wie kreiere ich einen Kundenavatar und Braut-Stereotyp?

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Dürfen wir vorstellen: Braut Anna-Lena.

Anna-Lena ist 32 Jahre alt, ein echter Trendsetter und wohnt mit ihrem Verlobten Philipp in Hamburg-Eimsbüttel. Beide arbeiten als Marketing Managerin und Lehrer in der Hansestadt. Anna-Lena liest Blogs und surft allabendlich auf Pinterest, kennt alle Dekoideen und hat ein detailliertes Hochzeitskonzept in Grüntönen und Gold, mit Kalligrafie-Elementen, kreiert.

Am liebsten würden beide direkt an in einer coolen Location am Hafen feiern – weil es aber doch praktischer und kostengünstiger ist, entscheiden sie sich für einen Gutshof mit Scheune und ausreichend Übernachtungsmöglichkeiten in ländlicher Umgebung von Hamburg. Das Brautpaar plant ein langes Wochenende mit der Hochzeitsgesellschaft, angefangen vom entspannten Get-together am Freitag Abend, über eine Trauung am Samstag und Kater-Brunch am Sonntag.

Die Hochzeitsfeier beginnt mit einer kirchlichen Trauung in der Dorfkapelle, mit einem Sektempfang und Hochzeitstorte auf der Terrasse des Gutshofs. Danach zieht sich das Brautpaar mit der Fotografin zu den Paarbildern zurück, während die Gäste in der Photobooth und mit Spielen oder im Tipi auf der Wiese entspannen können. Coole Signature Drinks sorgen beim heißen Sommerwetter für Abkühlung. Danach folgt für alle ein Grill-Barbeque und am späteren Abend wird nach dem Hochzeitstanz die Gin Bar eröffnet. Um Mitternacht serviert das Catering die Lieblings-Käsestullen des Paares.

Ihr Brautkleid bestellt sie in einem Bridal Concept Store nach intensiver Internetrecherche, ihr zukünftiger Mann entscheidet sich für einen dunkelblauen Anzug, der maßgeschneidert angepasst wird.

Anna-Lena kauft viel in Onlineshops ein, ihrer kompletten Hochzeitsdekoration verleiht sie noch persönliche Details. Kurz vor ihrer Hochzeit stellt Anna-Lena fest, dass sie erst am Samstag Morgen die Location dekorieren können und bräuchte eigentlich einen Profi-Dekorateur. Sie versucht aber dennoch ihr Getting-ready in der Gutshof-Hochzeitssuite und das Dekorieren unter einen Hut zu bekommen, die besten Freundinnen sollen eifrig mithelfen. Besonders wichtig sind ihr auch die Blumen, die die Floristin ebenfalls am Mittag anliefern soll.

Anna-Lena gibt mit ihrem Verlobten viel von ihrem Budget für die Location und Catering und die Hochzeitsreportage eines Profifotografen aus. Brautkleid, Blumen und Dekoration machen ebenfalls einen großen Teil aus. Ihre Eheringe sind hingegen kostengünstig eingekauft, aber trotzdem von einer bekannten Marke. Der DJ ist ein  Studienfreund. Je nachdem wie viel die Hochzeitsgesellschaft an Geld schenkt, wird Anna-Lena zwischen 15.000 bis 20.000 Euro für ihre Hochzeit ausgeben.

Na, habt ihr ein konkretes Bild von Anna-Lena vor Augen? Super! Denn Anna-Lena ist die  Wunschbraut der meisten Hochzeitsdienstleister und einer unserer Stereotype (oder auch Kunden-Avatare genannt), mit denen wir in unseren Workshops und Coachings arbeiten.

Die richtige Wunschbraut finden

Doch so attraktiv Anna-Lena als Wunschbraut auch zu sein scheint, viele Hochzeitsdienstleister arbeiten mit ganz anderen Bräuten. Sei es in einer anderen Region, mit einem anderen Budget oder mit einem anderen Fokus auf Bestandteile des Hochzeitstages. Manche Dienstleister haben sich auch auf eine ganz spezielle Art Braut spezialisiert.

Umso wichtiger ist es, dass ihr euren ganz eigenen Wunschbraut-Typ kreiert. Versuche Dir Deine aktuellen Bräute vor Augen zu führen – möchtest Du mit diesen Bräuten auch weiterhin arbeiten? Wie soll Deine Wunschbraut und zuküntige Kundin aussehen? Gib dieser Braut einen passenden Namen und überlege Dir, wie sie heiratet. Werde dabei so konkret wie möglich! Welche Gewerke sind dieser Braut besonders wichtig? Wo kannst Du Dein Angebot dort einsortieren? Wie kannst Du dieser Braut mit Deinem Angebot am besten helfen? Wie viel Budget wird sie für Dein Angebot zahlen wollen? Und beachte auch die kleinen, feinen Details: Welche Medien liest Deine Braut? Wo informiert sie sich? Wie wird sie auf Dein Angebot aufmerksam?

Die richtige Ansprache Deiner Wunschbraut

Sich mit dem eigenen Angebot im Internet zu platzieren ist eine Notwendigkeit, aber noch lange keine Garantie, von Bräuten gefunden und gebucht zu werden. Also mache Dir Gedanken darüber, welche Medien Deine Wunschbraut konsumiert und wie Du über diese Kanäle auf Dich und Dein Angebot aufmerksam machen kannst. Welche Medien und Social Networks musst Du bespielen, um Deine Wunschbraut zu erreichen? Welche Inhalte musst Du liefern, damit sich deine Wunschbraut angesprochen fühlt? Arbeite auch hier mit so vielen Details wie möglich, denn nur so kannst Du Dir einen individuellen Marketingplan erstellen, mit dem Du Deine Wunschbraut erreichst.

Und wie Du Deine Webseite für Deine Wunschbraut optimal gestaltest – das verraten wir Dir hier auch in Kürze!