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Vergiss gute Vorsätze. Mache Neugierde zu Deinem Begleiter in 2018!

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Zum Jahresende lassen wir gerne die vergangenen Monate Revue passieren. Was war gut, was nicht so gut und was haben wir so gemacht, geschafft, erlebt? Aus den Erkenntnissen bilden wir Vorsätze für das neue, das frische Jahr, das vor uns liegt. Das Blatt ist weiß und der Wille groß, es besser zu machen. Apropos Wille. Wenn wir uns unsere Vorsätze ansehen, kommt oft der Gedanke „Ich kann das schaffen. Ich muss nur disziplinierter sein.“ Meist steht Disziplin selbst ganz oben auf der Liste der Vorsätze. Eigentlich immer. Jedes Jahr aufs Neue.

Es ist aber auch nicht einfach. Viel zu groß sind die Versuchungen am Handy, dem Fernseher oder einfach da draußen in der Welt. Wir lassen uns ablenken, werden Meister in Prokrastination und ärgern uns später über uns selbst. Disziplin erscheint uns da die einzige Lösung. Blöd nur, dass man Disziplin nicht lernen und nicht erzwingen kann. Disziplin kommt von allein. Wenn man weiß wofür man diszipliniert sein will. Wofür es sich lohnt, der Prokrastination in den Hintern zu treten.

Motivation ist das Zauberwort.

Motivation ist der Motor unseres Alltags und unseres Lebens. Hinter jeder unserer Handlungen steckt die Motivation unsere Bedürfnisse zu befriedigen. Sehr häufig geschieht das unbewusst, aber manchmal auch ganz bewusst. Zum Beispiel, wenn wir Ziele für uns formulieren.

Oh Gott, Ziele. Schon wieder. Muss ich mir immer Ziele setzen? Ist das nicht genauso doof wie Vorsätze haben? Wir tun uns oft schwer damit Ziele zu formulieren. Manchmal weil wir schlicht nicht wissen, was wir tatsächlich wollen und manchmal, weil sie einem als zu schwer erscheinen. Schwer, weil wir dann den Druck verspüren diese Ziele erreichen zu müssen, um uns selbst und auch anderen gegenüber nicht als Versager da zu stehen. Ziele müssen jedoch nicht immer übergroß sein, auch kleine Ziele reichen und es muss auch nichts Materielles sein. Auch ein gutes Lebensgefühl kann ein Ziel sein. Man muss nur herausfinden, was das für einen selbst bedeutet.

Bei der Formulierung von Zielen hier hilft uns der beste Freund der Motivation: Neugierde.

Neugierde? Ja genau, kennst Du die noch?

In unserer digitalen, fast schon automatisierten Welt in der gefühlt alles im Eiltempo verläuft, werden wir überhäuft von Möglichkeiten und Eindrücken. Wir konsumieren dankbar was uns geboten wird, denn das Angebot ist ja auch schön und macht Spaß. Das Ergebnis jedoch ist, dass wir in einen Automatismus verfallen und uns dadurch den Raum nehmen, Dinge auch mal selbst zu entdecken, zu hinterfragen, zu erforschen und zu tun. So aus reiner Neugierde.

Mal im Ernst. Wann warst Du das letzte Mal neugierig. So richtig. Wolltest etwas Neues entdecken, recherchieren, fühlen und erleben? Vielleicht als Du Deine letzte Reise unternommen hast? Eine neue Sprache gelernt hast? Oder einfach ein neues Buch gekauft hast?

Und wann warst Du das letzte Mal neugierig, was Dein Leben, Deine Ziele und Wünsche betrifft?

Hast mal ein Gespräch mit Dir selbst geführt? Dich befragt? Mal in Dich reingehorcht?
Nicht mit der kritischen Stimme, die sagt „was willste denn nun eigentlich? Entscheide Dich mal!“ Sondern mit der neugierigen Stimme, die wir aus Kindheitstagen kennen. Die Stimme, die uns gefragt hat, wo das nächste Abenteuer wartet und was uns heute Spaß bringen kann. Die Stimme, die dafür gesorgt hat, dass wir wach und neugierig durch die Welt gelaufen sind, um Neues zu entdecken und Dinge zu finden, die uns Freude bringen. Sie ist noch da diese Stimme, sie ist nur sehr leise geworden durch all den Ernst und die Ablenkungen im Leben. Aber wir können sie wiederbeleben und dafür müssen wir nicht mal kindisch werden, sondern dürfen gerne weiter erwachsen bleiben. Wir müssen nur anfangen, uns die richtigen Fragen zu stellen und uns in Neugierde üben. Wolle wir es mal versuchen?

Sei neugierig, auf Dich, Dein Leben und Deine Arbeit.

Bleiben wir bei unseren Zielen und Wünschen. Um diese herauszufinden können wir uns viele, sehr viele Fragen stellen. Die Fragen sollten nicht allein um die Arbeit kreisen, sondern auch um Dein Privatleben. Wir arbeiten ja, um zu leben und nicht umgekehrt…:

  • Wen will ich öfter sehen? Wen weniger?
  • Was will ich lernen? Was will ich meistern? Was will ich üben?
  • Was will ich erleben? Was macht mir Spaß?
  • Wovon will ich mehr? Wovon will ich weniger?
  • Was will ich entdecken? Welche Länder will ich bereisen?
  • Wen würde ich gerne mal kennenlernen?
  • Welche Herausforderung will ich meistern? Wo will ich beruflich stehen? Was will ich über meinen Job sagen können?
  • Was will ich verdienen? Was möchte ich mir unbedingt anschaffen?
  • Was mag ich an meinem Büro? Was nicht?
  • Was mag ich an meinem Beruf? Was nicht?
  • Wann bin ich am produktivsten? Welche Arbeit verursacht Langeweile?
  • Was wäre die größte Veränderung, die ich mir in meinem Job wünsche?
  • Was wäre die kleinste Veränderung?
  • Wie sieht es damit im Privatleben aus? Was wäre die größte und was die kleinste Veränderung, die ich mir für mich wünsche?

Die Antworten auf diese Fragen sind Hinweise auf Deine Ziele, die Dinge die Dich motivieren. Höre hin. Schreib es auf.

Vielleicht kommt dabei heraus, dass Du gerne in einem Haus mit Garten leben würdest. Vielleicht aber auch, dass Du gerne um die Welt reisen würdest. Auf jeden Fall wirst Du herausfinden, was Du magst und was nicht. Was Dir Freude bringt und was nicht. Und somit auch, was Dich motiviert um an der Erfüllung Deiner Wünsche zu arbeiten. Aber vor allem wie diese Arbeit aussehen muss, damit Du motiviert bleibst.

Durch die Motivation steigt die Disziplin und wenn es doch mal mit der Disziplin hapert und Du vor der Entscheidung stehst, Schreibtisch oder Prokrastination, dann solltest Du Dich fragen:  Welche Entscheidung führt mich zu meinem gewünschten Ziel?

Damit wir uns nicht falsch verstehen. Diese Methode ist kein Zauberstab, der alle Arbeiten zu Feenstaub werden lässt, auf dem wir beseelt durch das nächste Jahr schweben können. Es wird immer Arbeit geben, die gemacht werden muss, ob wir wollen oder nicht (Hallo Steuererklärung!), aber wir können diese Hürden besser meistern, wenn wir wissen wofür wir es tun. Worauf wir hinarbeiten, welche Wünsche wir uns damit erfüllen, welches Lebensgefühl wir für uns selbst erschaffen wollen.

Deshalb unser Tipp an Dich zum Jahresende:
Sei neugierig, auf Dich, Dein Leben und Deine Arbeit.
Finde heraus was Dich motiviert und dann: go for it!

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Wir unterstützen Euch gerne bei der Formulierung und Erreichung Eurer Ziele. Sprecht uns gerne für die neuen Termine in 2018 an: team (at) hochzeitsgesellschaft.org.

Foto: Ian Schneider