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Unternehmerisch denken: Kenne Deinen Stundensatz!

Kenne Deinen Stundensatz - Denke als Unternehmer auch in einem kreativen Beruf

Wir arbeiten alle mit Leidenschaft in dieser bunten Hochzeitswelt, kreieren Ideen, Produkte und für viele ist es sogar die Erfüllung eines Traums – man kann sich kreativ austoben und frei entfalten. Ohne diesen kreativen Motor, ohne diese Passion für das Thema geht es nicht. Aber dies ist nur ein Teil, der den Erfolg Deiner Arbeit ausmacht. Mindestens ebenso wichtig, von vielen aber vernachlässigt: unternehmerisches Denken.

Die „harte“ Wahrheit: Du kannst so kreativ sein, wie Du willst – sobald Du ein Gewerbe angemeldet hast und von Deinem kreativen Beruf wirklich leben willst, musst Du Unternehmer sein. Zumindest solltest Du Dich Dich selbst so wahrnehmen, sonst landest Du schnell in einer Sackgasse.

Unternehmerisches Denken, was ist das? Dazu gehört nicht nur eine Vision und Strategie für das eigene Unternehmen und die eigene Marke zu haben, sondern vor allem auch seine Zahlen zu kennen!

Die meisten Kreativen empfinden den kaufmännischen Part als ein Graus, besonders oft, weil sie sich in der Thematik nicht auskennen. Manche behelfen sich mit einem Steuerberater (auf jeden Fall ein Muss!) und hoffen damit sei das Wichtigste erledigt – aber dem ist leider nicht so. Ein Steuerberater kann Dir nur sagen, wie Du Steuern sparen kannst und was Du dem Finanzamt zahlen musst. Auch wenn er ein Defizit sieht, wird er Dir wahrscheinlich raten, etwas an Deinen Preisen zu ändern. Mehr nicht.

Deine Zahlen, Deine Preise, die musst Du selbst kennen und festlegen. Um den richtigen Preis für Deine Leistung zu finden, solltest Du nicht nur Marktzahlen berücksichtigen, sondern Deine persönlichen Zahlen, Deine Ausgaben und den daraus resultierende Stundensatz.

Also: Kennst Du Deinen Stundensatz? Hast Du ihn selbst berechnet? Oder hast Du ihn aus einem Kurs mitgenommen oder vielleicht sogar von Deinen Mitbewerbern abgeschaut? Jeder Stundensatz, den Du nicht selbst auf Basis Deiner Zahlen berechnet hast, ist – man muss es einfach so drastisch sagen – für die Tonne. Du hast Deine privaten Fixkosten, Deine individuellen Kapazitäten und Möglichkeiten, Deine Mitbewerber ihre eigenen. Daher lautet eine der wichtigsten Unternehmer-Regeln: Kenne Deine Zahlen, kenne DEINEN Stundensatz!

Kenne Deinen Stundensatz Denke als Unternehmer auch in einem kreativen Beruf

Den eigenen Stundensatz nicht zu kennen ist eigentlich so, als würdest Du nicht Deine richtige Kleidergröße kennen. Was hat dies zur Folge? Schlecht sitzende Klamotten und auf Dauer ein Unwohlsein. Ist die Größe zu klein, fühlt man sich eingeengt und hat Magenschmerzen. Ist sie zu groß, füllt man die Größe nicht aus und kommt sich im schlimmsten Fall lächerlich luftig vor. So oder so, Außenstehende sehen zudem schnell, dass es Dir irgendwie nicht wirklich passt.

Wenn Du aber Deinen richtigen Stundensatz kennst, dann weißt Du, welchen Preis Du mindestens verlangen musst, um von Deiner Arbeit leben zu können. Du weißt dann auch, dass jede Deiner Arbeitsstunden fair entlohnt wird – und das ist ungemein befreiend. Du kannst Dich dann auf die schönen, die kreativen Dinge konzentrieren, wenn ein so wichtiger Teil für Deinen unternehmerischen und somit auch persönlichen Erfolg durchdacht und geklärt ist.

Mir (Pinar) und Susanne hilft das sehr, so erhalten wir uns unseren Spaß an unserer Arbeit – und deshalb prüfen wir regelmäßig unsere Zahlen, für unsere eigenen Unternehmen und die der Hochzeitsgesellschaft. Daher unser Tipp für heute: Setz Dich einmal in Ruhe hin und kümmere Dich im Detail um Deine Zahlen für die aktuelle und die kommende Saison.

Oder gibt es etwas, das Dich davon abhält? Warum kennst Du Deinen richtigen Stundensatz noch nicht? Kommentiert einfach hier oder bei Facebook, wir sind gespannt und helfen Dir gern. 

Fotos: Death to stock

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1 Kommentare

  1. Toller und wichtiger Beitrag. Hat mich neu motiviert, dieses Thema wichtiger zu nehmen. Danke!

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