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Kalkuliere Dein Marketingbudget richtig

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Eine der wichtigsten Tendenzen im deutschsprachigen Hochzeitsmarkt in den vergangenen Jahren: die Menge der Hochzeitsdienstleister nimmt zu! Der lukrative Markt lockt immer mehr neue und kreative Talente an. In den unterschiedlichen Disziplinen wird es mehr oder weniger dicht. Was dies zur Folge hat: Die eigene Sichtbarkeit bei potentiellen Kunden nimmt rapide ab!

War man vor drei Jahren beispielsweise noch einer von fünf bekannten Dienstleistern am lokalen Markt, muss man sich heute mit einer Vielzahl von Konkurrenten messen. Klar, die wichtigste Grundlage ist dabei ein fundiertes Handwerk! Aber was tun, wenn da alle auf einem extrem hohen Niveau arbeiten? Wie unterscheidet man sich dann?

Mit PR und Marketing Kunden gewinnen

Um beim Kunden sichtbar zu werden, ist Eigen-PR über die selbstverwaltenen Kanäle wie Webseite oder Social Media-Kanäle heutzutage Pflicht – reicht aber nicht mehr alleine aus. Dank immer wechselnder Algorithmen und einer zunehmenden Masse an Postings sieht selbst ein Fan Deiner Seite oder Deines Accounts Deine Beiträge nur noch unregelmäßig oder im schlimmsten Fall gar nicht mehr.

Auch PR-Infos, Reportagen, Styled Shoots und Bilder an Redaktionen von Magazinen und Blogs zu senden, reicht nicht aus: Erhalten diese doch eine solche Flut an Anfragen und redaktionellen Angeboten, so dass nicht alle berücksichtigt werden können. Um also sicherzustellen, dass man von potentiellen Kunden gesehen wird, muss man für sich werben und auf seine eigenen Angebote hinweisen.

Und auch wer ein gut funktionierendes Netzwerk aus Kollegen aufweisen kann, die einen kontinuierlich weiterempfehlen – was passiert, wenn da jemand anderes kommt und man auf einmal auch hier mit dem dichteren Wettbewerb zu kämpfen hat? Einen Plan für PR und Marketing zu haben, ist das A und O. Eine ausgewogene Mischung zwischen kostenloser PR und kostenpflichtigem Marketing muss sein.

Jahresbudget für Marketing einplanen

Was dabei aber viele Dienstleister, Designer und Shopanbieter vergessen: Für Marketingmaßnahmen benötigt man ein passendes Budget! Genau wie man für jedes Jahr die eigenen Werbekosten und Investitionen für neues Equipement kalkulieren muss, gehört ein Finanzpolster für Marketing / Werbung einfach dazu. Wer nicht selbst eine Anzeige oder ein Banner gestalten kann, muss zudem noch Kosten für Dritte hinzurechnen.

So erleben wir es oft, dass Hochzeitsdienstleister keine Rückstellungen für ihre Marketingausgaben einplanen, diese „freestyle“ aus den laufenden Geschäftseinnahmen bezahlen oder „gerade mal was über haben“. In einigen Fällen werden auch Mediadaten angefragt, obwohl von vorherein klar ist, dass man die Summen nicht aufbringen kann. Auch Mediadaten nur anzufragen, um die Chance einer redaktionellen Veröffentlichung zu erhöhen und dann gar nichts zu buchen – sorry, aber das läuft weder bei Print-Titeln noch bei Bloggern wirklich gut. Besonders wenn man bereits mehrfach redaktionell bedacht wurde.

Wir empfehlen dafür eine strukturiertere Arbeitsweise: Überlege Dir noch vor Ende der Saison, wo Du im nächsten Jahr auf jeden Fall vertreten sein willst. Onlineportal, Branchenbuch? Magazin oder Blog? Hochzeitsmessen? Facebook-Werbung, Google Ads, SEO? Wo erreichst Du Deine Wunschkunden für die nächste Saison? Bringe dann in Erfahrung, mit welchen Summen Du dafür kalkulieren musst und beziehe diese Beträge in Deine Finanzkalkulation mit ein.

Trick 17: Feiere eine Marketinghochzeit

Da sich viele Kreativen aber nicht wirklich gerne mit Zahlen, Stundensätzen und Kalkulationen beschäftigen – jaja, wir kennen euch doch 😉 – gibt es für den Start in die eigene Marketingbudgetplanung einen einfachen Trick: Plane pro Saison mindestens eine „Marketinghochzeit“ ein. Oder ein „Marketingbrautkleid“. Oder eine „Marketingpapeterie“.

Bleiben wir aber beim Beispiel „Marketinghochzeit“: Die Summe, die Du mit dieser Hochzeit einnimmst, verwendest Du ausschließlich für Dein Marketingbudget. Dein Einkommen, das Du pro Jahr erzielen willst, solltest Du bereits mit den weiteren Hochzeiten erreicht haben. Klar, pro Gewerk wird diese Summe variieren – die Idee der „Marketinghochzeit“ soll Dir aber vor allem ein Gefühl für das benötigte Budget vermitteln. Und wenn Du merkst, dass Du 3-4 Hochzeiten für Dein Marketingbudget benötigst, solltest Du Deine Saison entsprechend planen.

Ein weiterer Gedanke: Vielleicht sind es auch gerade die „Brot-Hochzeiten“, also die Hochzeiten, die vielleicht nicht zu 100% Deinen Wunschkunden entsprechen, die Du als „Marketinghochzeit“ mitnehmen kannst? Sieh es einfach positiv! Denn gerade wenn keine Bilder dabei herauskommen, die Du für Deine PR verwenden möchtest, so ist es doch ein Einkommen, was Dir als Marketingbudget sehr viel weiterhilft.

Zu diesem Thema findest Du in unserem Portfolio für 2018 zwei Angebote:

Pinar bietet als gelernte Kauffrau einen Workshop zum Thema „Finanz-Bootcamp für Kreative“ an, in dem ihr gemeinsam eine solide Finanzbasis für Dein Business erstellt, mögliche Probleme identifiziert und Lösungen für die Finanzplanung findet.

Susanne steht Dir als Kommunikationsberaterin mit langjähriger Agenturerfahrung im Rahmen des Online-Workshops „Marketingpositionierung“ zur Verfügung, um die passenden PR- und Marketingmaßnahmen für Dich und die Saison 2018 zu definieren.

Wir helfen Dir gerne weiter – sprich uns gerne an!