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8 Tipps: Deine Basis für ein erfolgreiches Business

Die Basis für ein erfolgreiches Business

Wir werden oft gefragt, ob es Regeln gibt, die unerlässlich für ein gut laufendes Business sind. Es gibt viele Faktoren und Maßnahmen, die für den Erfolg eines Unternehmens wichtig sind, doch viel relevanter ist eine gute Basis, von der aus man sein Business führt. Diese Basis sollte gleich von Beginn an geschaffen werden, damit man später nicht ins Straucheln gerät. Was das betrifft, vergleiche ich die Selbstständigkeit immer gerne mit einem Hausbau.

Es ist eine Lebensentscheidung ein Eigenheim zu bauen, Hausbesitzer zu werden und die Verantwortung für das eigene Dach über dem Kopf zu tragen. Ein Hausbau braucht Kraft und Durchhaltevermögen, kostet viel Geld und die Arbeit am Haus hört eigentlich nie auf. Ähnliches gilt für das eigene Unternehmen. Die Entscheidung bedeutet einen Wandel im Leben, man ist sein eigener Herr, hat freie Hand, aber muss immer dran bleiben und trägt die Verantwortung für den eigenen Lebensunterhalt. In beiden Fällen ist deshalb eine gute Basis das A und O und heute haben wir ein paar Tipps für euch.

1 – Finde heraus, weshalb Du ein eigenes Business starten möchtest

Niemand würde einfach ein Haus aus Lust und Laune heraus bauen, richtig? Es steckt meist ein echter Beweggrund, ein Bedürfnis dahinter, dass man diesen Schritt wagt. Ebenso ist es mit der Selbstständigkeit und daher glauben wir, dass die Basis für ein erfolgreiches Unternehmen immer bei einem selbst beginnt.

Man muss sich bewusst sein, welche Lebensziele man hat, was man will und braucht, um glücklich zu sein – und verstehen, welche Bedürfnisse dahinter stehen. Das hat nichts mit Esoterik zu tun, sondern mit Realitätssinn und dem bewussten Umgang mit dem eigenen Leben. Dein Business muss Dich also Deinen Lebenszielen näher bringen und Deine Bedürfnisse erfüllen, damit Du Spaß daran hast.

Frage Dich also:

  • Weshalb möchtest Du Dich selbstständig machen?
  • Ist es das kreative Arbeiten?
  • Oder die Vereinbarkeit von Beruf und Kind?
  • Oder möchtest Du als Dein eigener Chef Deine Ideen verwirklichen?
  • Was soll sich durch die Selbstständigkeit für Dich ändern?
  • Was versprichst Du Dir durch diesen Schritt?
  • Was wäre die Alternative zur Selbstständigkeit?
  • Was gefällt Dir besser? Die Alternative oder die Selbständigkeit?

Es ist wichtig, dass Du Dir diese Fragen ehrlich zu beantwortest. Denn Du musst Dir klar werden, was Du im Leben erreichen willst, was wichtig für Dich ist und welche Bedürfnisse Dein Unternehmen stillen soll.

Kurzum, die Selbstständigkeit sollte nicht nur Mittel zum Zweck zur Erfüllung Deiner Wünsche sein, sondern sie sollte zu Deinem Lebensplan passen.

2 – Definiere, wie Dein Business aussehen muss, um zu Dir zu passen

Blieben wir beim Beispiel Haus: Wenn Du entschlossen bist ein Haus zu bauen, wirst Du sicher nicht gleich losrennen, um den Zement zu kaufen, richtig? Erst einmal ist es wichtig, zu wissen, wie das eigene Haus aussehen soll. Du weißt sicher schon, in welche Stilrichtung es gehen soll, aber umschauen hilft. Also, raus auf die Straße, anschauen und vergleichen – und das gilt auch für Deine Geschäftsidee!

Und auch hier solltest Du Dir wieder wichtige Fragen für Dein Business stellen:

  • Welche Geschäftsmodelle gefallen Dir?
  • Was gefällt Dir genau an diesen Businesses?
  • Wo hüpft Dein Herz besonders?
  • Was lernst Du daraus für Deine eigene Gründung?
  • Wie soll Dein Business aussehen?
  • Was braucht das Business, damit Du dort gut arbeiten kannst?
  • Soll Dein Business Platz für Wachstum, Mitarbeiter und/oder neue Geschäftsfelder  bieten?
  • Was für ein „Grundriss“ ergibt sich daraus? Gefällt er Dir oder fehlt etwas?

Du merkst schon, worauf wir hinaus wollen, oder? Nicht allein die Fassade ist wichtig. Dein Business muss zu Dir passen, nicht Du zu Deinem Business. Nur so wirst Du Dich in Deinem Business langfristig wohl fühlen.

Andere Businessmodelle  anzuschauen ist wichtig, um den Markt und Deine Mitbewerber kennenzulernen. Geht es jedoch um den Kern Deines Unternehmens, Deiner Marke, ist zuerst wichtig herasuzufinden, wie Du arbeiten willst, wer Deine Wunschkunden sein sollen und wie Dein Unternehmen aufgebaut sein muss, um dies zu erreichen.

Daher ist es wichtig, dass Du den Grundriss Deines Business selbst zeichnest und nicht 1:1 das „Haus“ eines anderen kopierst. Sonst kannst Du nie sicher sein, dass es zu Dir und Deinen Werten passt.

3 – Gründe Dein Unternehmen solide, mit Rat und Tat von Fachleuten

Würdest Du ein Haus ganz alleine und ohne fachliche Hilfe bauen, wenn Du noch nie zuvor im Leben eine Baustelle betreten hast? Wohl kaum. Und selbst wenn Du handwerklich begabt bist und schon mal beim Hausbau mitangepackt hast, ist es doch etwas anderes, alles von der Pike auf zu erbauen. Pläne zu zeichnen, das Fundament zu gießen, Stein auf Stein zu setzen, Kabel zu verlegen und und und. Jeder der schon mal ein Haus gebaut oder umgebaut hat, wird Dir sagen: Hol Dir Profis ins Boot, ohne geht es nicht!

So ist es auch mit dem Gründen und Aufbauen eines Unternehmens. Du wirst ein Gewerbe anmelden, Steuern zahlen, vielleicht sogar Mitarbeiter einstellen und vor allem Verantwortung für Deinen Lebensunterhalt tragen. Dafür braucht es einen guten Plan und ein stabiles Gebilde, aber vor allem ein solides Fundament.

Auch der schönste Plan hilft Dir nämlich nicht ohne ein Fundament, auf dem Du es verwirklichen kannst. Und auch das stärkste Gerüst wird ohne solides Fundament irgendwann Risse bekommen oder gar einstürzen. Dein Fundament sind Deine Finanzen und die müssen kalkuliert und geprüft werden.

Du musst wissen, was Du einnehmen musst, um von Deinem Business leben zu können. Was für ein Stundensatz oder welche Preispakete daraus resultieren und wie Du diese richtig kalkuliert. Deshalb ist es wichtig, dass Du Dich damit auseinandersetzt, bevor Du Dein Unternehmen aufbaust. Stimmen die Zahlen, dann kannst Du Deinen Plan (Deine Visionen und Ideen) umsetzen und zu einem stabilen Gebilde aus Markenkern und Außendarstellung aufbauen.

Und bei all diesen Schritten solltest Du Dir professionelle Unterstützung holen. Fachleute, die ihr Handwerk gelernt haben. Coaches wie wir, die Dich bei der Unternehmensgründung und -führung beratend begleiten und ebenso Grafiker, Programmierer, Steuerberater und viele mehr. Vielleicht gibt es die ein oder andere Sache, die Du selbst schon gut kannst, wunderbar.

Für alle anderen Bereiche, die Du nicht kennst oder gelernt hast und daher nicht so professionell durchführen kannst, ist es einfach notwendig mit Fachleuten zusammen zu arbeiten. So sparst Du nicht nur Zeit, die Du anderweitig in Dein Unternehmen einbringen kannst. Mit den Fachleuten an Deiner Seite kannst Du Dir einfach sicher sein, dass Dein Unternehmen solide aufgebaut wurde.

Oder anders gesagt: Wer ohne gutes Baumaterial und Fachleute ein Haus baut, wird bei einem Sturm zitternd in einer Ecke hocken und hoffen, dass das Haus hält und bei tagelangem Dauerregen nach Wasser in den Wänden suchen. So willst Du nicht wohnen, oder? Und schon gar nicht ein Business aufbauen!

4 – Investiere in Dich und Dein Unternehmen

Vielleicht hast Du bei dem Punkt oben ordentlich schlucken müssen. Steuern, Preiskalkulation, Profis für Logo, Webseite, Beratung für den Markteinstieg, Werbung und und und. OMG, das kostet ja alles unglaublich viel Geld! Ja, tut es.

Wenn Unternehmensgründung einfach und günstig wäre, wären wir alle selbstständig oder? Ohne Investition geht es nicht. Das Gute ist, Du bekommst etwas dafür, wenn Du die richtige Wahl triffst. Holst Du ausgebildete Profis ins Boot, die schon lange in der Branche tätig sind, dann kaufst Du nicht nur ihr fachliches Know-how, sondern auch ihre Markterfahrung ein und sparst Dir dadurch viele falsche Schritte.

Selbst wenn Du von der Planung über die Gründung bis hin zum Aufbau Deiner Marke und Deiner Webseite alles alleine schaffst, wirst Du spätestens bei der Bekanntmachung Deiner Marke investieren müssen. Das war vor einigen Jahren noch anders, doch heute tummeln sich in jeder Sparte zahlreiche Mitbewerber und so ist gutes Marketing das A und O. Dazu gehört eben auch Werbung, sei es für Facebook oder Instagram oder die Präsenz auf Blogs und Printmedien. All dies kostet Geld, doch auch hier gilt: die Investition lohnt sich, wenn sie richtig platziert ist.

Doch nicht nur in Dein Unternehmen solltest Du investieren, sondern auch in Dich. Brauchst Du mehr Know-how oder handwerkliche Kenntnisse? Dann investiere in Deine Weiterbildung. Brauchst Du neues Equipment, um weiterzukommen? Dann schaffe es Dir an. Brauchst Du Zeit, um Dich mit Deiner Zielgruppe auseinanderzusetzen, weil es irgendwie nicht passt? Dann nimm Dir die Zeit und hole Dir bei Bedarf Unterstützung. Investitionen sind ein wichtiges Ja zu Dir und Deinem Unternehmen. Deshalb scheue Dich nicht davor, sondern investiere schlau und – sehr wichtig – bilde Investitionsrücklagen, um vorbereitet zu sein.

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5 – Bleib Dir treu

„Das Gras auf der anderen Seite des Zauns ist grüner“ lautet ein altes Sprichwort und es könnte nicht besser passen. Wir Menschen vergleichen uns immer mit anderen und leider nie zum Guten, sondern immer mit dem Blick auf das was uns fehlt oder nicht gelingt. Das ist doch schade. Da baut man sich ein Haus, steckt viel Zeit, Schweiß und Geld hinein und anstatt sich an den eigenen Errungenschaften zu erfreuen, schaut man rüber zum Nachbarn und fängt an ihn zu beneiden. Was hat der, was ich nicht habe? Warum ist sein Rasen grüner? Seine Fassade ist viel schöner. Ich hätte auch so bauen sollen, dann wäre mein Haus schöner.

Zu vergleichen ist nicht grundsätzlich schlecht, es kommt nur auf das Wie an und was es mit Dir macht. Klar kannst Du zum Nachbarn rüberschauen, aber bedenke dabei, dass jeder unter anderen Voraussetzungen baut. Vielleicht ist sein Rasen gerade grüner, weil er Kunstrasen verlegt hat oder einen Profigärtner engagiert hat?

Besser als ein Vergleich wäre eine Unterhaltung mit dem Nachbarn, vielleicht bringt Dir der Austausch viel brauchbares Wissen und hey, er hat auch ein Haus gebaut, wer könnte Dich besser verstehen? Vergleiche also nicht, um Dich selbst zu bewerten, sondern um Dich inspirieren zu lassen, zu lernen und dadurch zu wachsen.

6 – Sei geduldig

Wo wir gerade beim grünen Rasen sind. So ein Rasen braucht seine Zeit, bis er gedeiht und im satten Grün erstrahlt. Das verlangt Pflege und auch Geduld. An Letzterem mangelt es uns gern mal im Business. Wir erleben es oft in unseren Workshops, dass die Klienten am liebsten alles und zur gleichen Zeit anpacken wollen und die Veränderung kaum erwarten können. Im schlimmsten Fall arbeitet man dann nicht akkurat an den einzelnen Schritten oder neigt zu Übersprunghandlungen. Beides ist nicht gut für Dein Business. Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht. So einfach ist das. Alles braucht seine Zeit und wenn Du Deinen Boden gut vorbereitet hast, ihn pflegst und geduldig bist, dann wird der Rasen schon grün, keine Sorge.

7 – Bleib informiert und arbeite stetig an Deinem Business

Einmal aufgebaut und fertig eingerichtet, kannst Du es Dir in Deinem Haus bequem machen und Dich daran erfreuen. Doch vergiss nicht, die Zeit fordert bei allem ihren Tribut, die Jahreszeiten wirken auf das Haus ein und auch ein Haus altert und muss in Schuss gehalten werden. Dazu gehört regelmäßiges streichen, reparieren und auch das Warten oder Erneuern technischer Anlagen.

Alles ist im Fluss und so ist es auch bei Deinem Business. Die Hochzeitsbranche ist im stetigen Wandel, die Hochzeitspaare entwickeln sich durch gesellschaftliche Einflüsse weiter und es gibt immer wieder technische Weiterentwicklungen, auf die wir uns einstellen müssen. Es ist wichtig, sich damit auseinander zu setzen und zu prüfen, was dies alles für Deine Zielgruppe und somit Dein Business bedeutet.

Bleib interessiert, neugierig und sei offen für Neues. Integriere passende Erneuerungen in Dein Business und verabschiede Dich rechtzeitig von alten Schuhen. So hältst Du Dein Business in Schuss und kannst es genießen.

8 – Genieße die Selbstständigkeit & Dein Business

Genießen. Ja. Wozu der ganze Quark, wenn er Dir nicht schmeckt? Richtig? Ja, das eigene Business am Laufen zu halten, ist nicht immer einfach und eine Selbstständigkeit fordert viel von einem. Aber gleichzeitig gibt es uns ganz viel.

Wenn Du Dich, wie Anfangs beschrieben, ganz bewusst darauf eingelassen hast, dann erfüllt Dein Business auch Deine Bedürfnisse und bietet Dir die Chance, Dein Leben nach Deinen eigenen Wünschen zu gestalten. Das siehst Du vielleicht nicht immer, wenn Du von einem Job zum nächsten hetzt oder wieder in Nachbars Garten schielst.

Deswegen raten wir dazu, Dir aufzuschreiben, was Dein Business Dir alles ermöglicht, was es so wertvoll für Dich macht und warum Du Dich für diesen Weg entschieden hast. Wird es mal turbulent, dann hilft diese Liste wieder klar zu sehen.

Und weißt Du, was noch wichtig ist und richtig hilft? Sich regelmäßig vor das eigene Haus zu stellen und vom ersten Stein bis zum letzten Dachziegel alles zu bewundern und Dir selbst zu sagen: „Das habe ich gebaut“. Sei stolz auf Dich und genieße den Anblick!

Du merkst schon, Dein eigenes Business aufzubauen ist tatsächlich wie der Bau eines Eigenheims. Ein großes Projekt, herausfordernd und anstrengend im Aufbau, doch gebaut für das ganze Leben. Ist es fertig, hört es nie auf, es gibt immer was zu tun.

Wie war Dein „Hausbau“? Oder planst Du gerade den Start? Oder eine „Renovierung“? Wir unterstützen Dich gern beim Aufbau und auch später mit unseren Workshops und Coachings!

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